Royal Charter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Eine Royal Charter (etwa „Königliche Satzung“) wird vom britischen Souverän auf Anraten des Privy Council einer Körperschaft gewährt und verleiht ihr besonderen Status. Die Geschichte reicht zurück bis ins 13. Jahrhundert. Royal Charters wurden zum Beispiel verwendet, um Ansiedlungen den Status von Städten und Gemeinden zuzusprechen. Neue Charters werden gelegentlich auch heute noch an Städte vergeben, in der Regel bleiben sie jedoch Einrichtungen des öffentlichen Interesses wie z. B. Wohlfahrtsverbänden vorbehalten, die im jeweiligen Bereich eine Vorrangstellung innehaben und Stabilität und Dauerhaftigkeit nachweisen können. Auch viele der älteren Universitäten in England, Wales und Nordirland sind solche Körperschaften.

Es gibt mehr als 900 Körperschaften, denen Royal Charter gewährt wurde. Die Inkorporation durch Royal Charter bedeutet, dass ein Teil der Kontrolle von inneren Angelegenheiten auf das Privy Council übergeht. Änderungen der Charter sind nur mit Zustimmung des Souveräns möglich, und Änderungen der Satzung einer Körperschaft bedürfen der Zustimmung des Councils. Für die inneren Angelegenheiten der Körperschaften bedeutet dies ein erhebliches Maß an regierungsseitiger Regulierung im Sinne des öffentlichen Interesses.

Institutionen mit einer Royal Charter

Siehe auch

Weblinks