Burg Nieder-Rosbach
Burg Nieder-Rosbach | ||
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Wasserburg Nieder-Rosbach mit Wassergraben, Ansicht von Südosten | ||
Staat | Deutschland | |
Ort | Rosbach vor der Höhe-Nieder-Rosbach | |
Entstehungszeit | 13. Jahrhundert | |
Burgentyp | Niederungsburg, Ortslage | |
Erhaltungszustand | Herrenhaus, Ökonomiegebäude, Wassergraben | |
Bauweise | Fachwerk, Bruchsteine | |
Geographische Lage | 50° 18′ N, 8° 43′ O | |
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Die Burg Nieder-Rosbach ist eine denkmalgeschützte[1] ehemalige Wasserburg mit der Anschrift Haingraben 17 nahe der Kirche im Stadtteil Nieder-Rosbach der Stadt Rosbach vor der Höhe im Wetteraukreis in Hessen.
Geschichte
Die Ursprünge der Burg gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, als sie der Sitz der Herren von Carben war. 1356 ist das Jahr der ersten Erwähnung der Burg – als Lehen von den Grafen von Hanau. Im Jahr 1367 wurde das Feste Haus an die von Kolnhausen übergeben, von denen es als hanauischen Lehen an die Löw von Steinfurth kam. 1412 mussten diese dem Grafen von Hanau das Öffnungsrecht einräumen. Von 1503 bis 1816[2] war die Burg im Besitz der Herren von Greiffenclau zu Vollrads. Im Jahr 1710 wurde das neue Herrenhaus erbaut, das heute noch steht. 1913 erwarb die Gemeinde das Gebäude samt Grundstück, nachdem es mehrfache Besitzerwechsel über sich ergehen lassen musste. Das Anwesen diente zunächst Wohnzwecken, ehe es, umfangreich renoviert, Verwaltungsdienststellen aufnahm.
Beschreibung
Das im Jahr 2011 sanierte Herrenhaus ist zweigeschossig auf einem hochliegenden Sockel errichtet. Der Sockel und das erste Geschoss sind in Massivbauweise gebaut, das zweite Geschoss in Fachwerkbauweise. Der Wassergraben um das Gebäude ist an dessen Südost-Ecke teilweise wiederhergestellt. Der Graben wird von einer dreibogigen Brücke aus Bruchstein überquert, die zum Haupteingang des Hauses führt.
Heutige Nutzung
Das Gebäude, das Eigentum der Stadt Rosbach ist, ist auf der Rückseite mit modernen Aufzuganlagen ausgestattet. Es wird als öffentliche Begegnungsstätte genutzt.
Sonstiges
Vor der Wasserburg ist ein weiter Platz angelegt, der als Festplatz genutzt wird. Er stellt auch die Sichtachse Burg—Kirche her. An diesem Platz liegt auch das Gebäude der früheren Nieder-Rosbacher Grundschule, die heute als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird. Ursprünglich war dieses Gebäude der Wirtschaftshof der Wasserburg.
Literatur
- Georg Dehio, Folkhard Cremer (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Hessen II: Regierungsbezirk Darmstadt. Deutscher Kunstverlag, Auflage 1/2008
- Rolf Müller (Hrsg.): Schlösser, Burgen, alte Mauern. Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89214-017-0, S. 300.
- Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 332 f.
- Christian Ottersbach: Frankfurt & Rhein-Main – Burgen und Schlösser in und um Aschaffenburg, Darmstadt, Mainz, Taunus und Wetterau. Michael Imhof Verlag, Auflage 1/2010
Weblinks
- Eintrag zu Burg Nieder-Rosbach in der privaten Datenbank Alle Burgen.
- Burg Nieder-Rosbach bei burgenwelt.de
- Die Historie der Wasserburg bei wasserburg-rosbach.de
Einzelnachweise
- ↑ Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Wasserburg Nieder-Rosbach In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
- ↑ nach anderen Quellen bis 1806, vgl. die Nieder-Rosbacher Geschichte auf burgenwelt.de