Mecklenburgisches Niederdeutsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Juli 2022 um 09:04 Uhr durch imported>Invisigoth67(178175) (typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Mecklenburgisches Niederdeutsch[1][2][3], kurz Mecklenburgisch, ist eine Dialektgruppe der vom Altsächsischen abstammenden niederdeutschen (plattdeutschen) Sprache und der Teil des mecklenburgisch-vorpommerschen Dialektkontinuums, der dessen lautliche Besonderheiten am umfassendsten beinhaltet. Das Mecklenburgische wird im westlichen Teil Mecklenburg-Vorpommerns gesprochen. Im Osten geht die Mecklenburgische Dialektgruppe in die Westpommersche bzw. Vorpommersche über, welche stärkere kaschubische (d. h. pomoranischen oder slawisch-pommerschen) Substrate aufweist und – wie das Mecklenburgische – zum Ostniederdeutschen gehört. Es existiert aber keine scharfe Grenze zwischen den im Westen und den im Osten gesprochenen Mundarten, sondern nur fließende Übergänge. Mecklenburgisch konnte sich – begünstigt durch die ländliche Struktur des Landes – zum Teil sehr gut erhalten.

Eins der Kennzeichen des Mecklenburgischen, wie auch der vorpommerschen Dialekte ist der Gebrauch des Diminutivsuffix -ing, z. B. in Poot ‘Pfote’ > Pöting ‘Pfötchen’, Änning ‘Ännchen’, lies’ ‘leis’, ‘langsam’, ‘vorsichtig’ > liesing ‘mucksmäuschenstill’, ‘ganz vorsichtig’.

Der Wortschatz der mecklenburgischen Dialekte ist erfasst und beschrieben im Mecklenburgischen Wörterbuch – siehe auch Richard Wossidlo und Niederdeutsche Sprache.

Hörspiele / Hörbücher

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise