Gidō Shūshin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Gidō Shūshin (jap.

義堂 周信

, auch Kūge dōjin (

空華道人

); * 1. März 1325 in Nagaoka oder Takaoka, Provinz Tosa (heute: Präfektur Kōchi); † 10. Mai 1388)[1] war ein japanischer Schriftsteller und buddhistischer Mönch.

Leben

Gidō entstammte der einflussreichen Taira-Familie. Siebzehnjährig trat er in den Tempel Rinsen-ji in Kyōto ein, wo er Schüler des Zen-Meisters Musō Soseki war. Eine nach seiner Ausbildung geplante Reise nach China konnte er wegen gesundheitlicher Probleme nicht antreten. Er setzte seine Ausbildung bei Ryūzan Kokken im Tempel Kennin-ji fort. In den folgenden Jahren lebte er in den in Kamakura gelegenen Tempeln Enpuku-ji, Zenpuku-ji und Hōn-ji. Der Shōgun Ashikaga Yoshimitsu rief ihn zurück nach Kyōto, wo er als Abt der Tempel Kennin-ji und Nanzen-ji wirkte.

In der Sammlung Jōkan jūwa ruiju sōon renpōshū (

重刊貞和類聚祖苑聯芳集

)[2] kompilierte Gidō tausende Gedichte zenbuddhistischer Mönche aus der Song- und Yuan-Dynastie. Er verfasste auch selbst Gedichte und gilt als bedeutender Vertreter der Fünf-Berge-Literatur (

五山文学

, Gosan-Bungaku). In der Schrift Kūge nichiyō kufū ryakushū (

空華日用工夫略集

) stellten Schüler Gidōs eine Biographie ihres Meisters aus dessen Tagebuchaufzeichnungen, ergänzenden Materialien und Predigten zusammen.

Quelle

  • Yixuan, Ruth Fuller Sasaki, Thomas Yūhō Kirchner: The record of Linji. University of Hawaii Press, 2009, ISBN 978-0-8248-2821-9, S. 112 und 397

Einzelnachweise

  1. 義堂周信
    .
    In:
    デジタル版 日本人名大辞典+Plus
    bei kotobank.jp.
    Kodansha, abgerufen am 20. November 2011 (japanisch).
  2. 重刊貞和類聚祖苑聯芳集 10巻
    – Digitalisat bei der Nationalen Parlamentsbibliothek