Konzerthausorchester Berlin
Konzerthaus Berlin | |
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Intendant | Sebastian Nordmann |
Geschäftsführende Direktorin | Janina Paul |
Konzerthausorchester Berlin | |
Chefdirigent seit 2019/20 | Christoph Eschenbach |
Erster Gastdirigent | Juraj Valčuha |
Ehrendirigent | Iván Fischer |
Ehrengastdirigent und Ehrenmitglied | Michael Gielen † |
Ehrendirigent und Ehrenmitglied | Kurt Sanderling † |
Ehrenmitglieder | Eliahu Inbal, Ernst-Burghard Hilse |
Orchestervorstand | Uwe Emmrich (Sprecher) Matthias Benker, Andreas Feldmann, Gerður Gunnarsdóttir, Igor Prokopets |
1. Konzertmeister | Michael Erxleben, Sayako Kusaka, Suyoen Kim |
Orchesterdirektor | Ulf Werner |
Adresse | Konzerthausorchester Berlin Konzerthaus Berlin |
Telefon | (030) 20309-2333 |
Website | www.konzerthaus.de |
orchesterbuero@konzerthaus.de u.werner@konzerthaus.de | |
Stand September 2021 |
Das Konzerthausorchester Berlin (bis Juli 2006 Berliner Sinfonie-Orchester/BSO) gehört zu den großen Orchestern in Berlin. Christoph Eschenbach ist seit der Saison 2019/20 Chefdirigent des Klangkörpers.
Geschichte
Als Vorgänger des Konzerthausorchesters Berlin wurde 1925 das Berliner Symphonie-Orchester gegründet, das wiederum aus dem Blüthner-Orchester hervorgegangen war. 1952 wurde das Berliner Sinfonie-Orchester (BSO) als städtische Einrichtung in Ost-Berlin erneut gegründet und erwarb unter Kurt Sanderling, Chefdirigent von 1960 bis 1977, internationale Anerkennung. Zahlreiche renommierte Musiker wie Geiger David Oistrach und Pianist Emil Gilels waren regelmäßig als Solisten zu Gast. Die Konzerte fanden größtenteils im Metropoltheater statt. Das Orchester bestritt zwei Drittel aller in Ost-Berlin stattfindenden Konzerte.[1] Kurt Sanderling gelang es, drei erfolgreiche Abonnementreihen und damit eine große Stammhörerschaft aufzubauen. Ein Schwerpunkt lag auf Musik von Gustav Mahler und Dmitri Schostakowitsch, dessen Werke ihre deutsche Erstaufführung häufig durch das BSO erlebten.
1977 wurde Günther Herbig zum Chefdirigenten berufen, Claus Peter Flor übernahm die Leitung 1984 und das Orchester bekam mit dem Schauspielhaus am Gendarmenmarkt eine eigene Spielstätte. Der Bau von Karl Friedrich Schinkel wurde zum Konzerthaus umgebaut.
In der Amtszeit des dänischen Dirigenten Michael Schønwandt (1992–1998) wurde das BSO offiziell zum Hausorchester am Konzerthaus Berlin. Unter Nachfolger Eliahu Inbal absolvierte das Berliner Sinfonie-Orchester unter anderem eine Japan-Tournee mit 15 Konzerten in 13 Städten sowie Gastspielreisen nach Spanien, China und Korea.
Unter Chefdirigent Lothar Zagrosek wurde das Orchester 2006 zum Konzerthausorchester Berlin umbenannt. Chefdirigent von 2012 bis 2018 war der Ungar Iván Fischer, der dem Klangkörper seitdem als Ehrendirigent verbunden ist. Seit der Saison 2017/18 ist Juraj Valčuha Erster Gastdirigent. Ab der Saison 2019/2020 ist Christoph Eschenbach Chefdirigent des Konzerthausorchesters.[2]
Der am 18. September 2011 verstorbene Kurt Sanderling war Ehrendirigent und Ehrenmitglied des Konzerthausorchesters. Michael Gielen und Eliahu Inbal wurden ebenfalls zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Chefdirigenten
- 1952–1959 Hermann Hildebrandt
- 1959–1960 Václav Smetáček (Erster Gastdirigent)
- 1960–1977 Kurt Sanderling
- 1977–1984 Günther Herbig
- 1984–1992 Claus Peter Flor
- 1992–1998 Michael Schønwandt
- 2001–2006 Eliahu Inbal
- 2006–2011 Lothar Zagrosek
- 2012–2018 Iván Fischer
- 2019–2023 Christoph Eschenbach[3]
- ab 2023: Joana Mallwitz[4]
#klangberlins
Das Konzerthausorchester vertonte 2017 typische Berlin-Momente unter dem Motto „Ihr seid Berlin. Wir sind der Klang.“ und dem Hashtag #klangberlins. In insgesamt 13 Videos zeigen die Musiker auf YouTube, wie ihre Stadt klingt. Idee, Konzept sowie die Experimentierfreudigkeit des Konzerthausorchesters wurden mit dem „Deutschen Preis für Onlinekommunikation“, „ADC Peaks“ als bestes YouTube-Video 2017 sowie als Finalist beim „Award of Montreux“ ausgezeichnet. Bei den „Cannes Corporate Media & TV Awards“ hat #klangberlins in der Kategorie Webisodes zudem den Goldenen Delphin gewonnen.
Literatur
- Gerhard Müller: Das Berliner Sinfonie-Orchester. Berlin: Nicolai 2002. ISBN 978-3-87584-240-1
- Festschrift 50 Jahre Berliner Sinfonie-Orchester. Berlin 2002
Weblinks
- Einspielungen als Städtisches Berliner Sinfonie-Orchester im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Einspielungen als Berliner Sinfonie-Orchester im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Einspielungen als Konzerthausorchester Berlin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Webpräsenz des Konzerthausorchesters Berlin
- Artikel im Online-Magazin Klassik-in-Berlin zur Mozart-Matinee I (Memento vom 29. April 2016 im Internet Archive), 3. Oktober 2007
- Rezension „Paride ed Elena“ im französischen Musikmagazin Forum Opéra (Memento vom 5. April 2008 im Internet Archive)
- Interview mit Lothar Zagrosek in Forum Opéra (Memento vom 6. Februar 2008 im Internet Archive)
- Artikel im russischen Magazin Kultura (Memento vom 4. August 2012 im Webarchiv archive.today)
Einzelnachweise
- ↑ Echtes Berliner Kind umjubelt in aller Welt. In: Berliner Zeitung, 9./10. Januar 1982, S. 10.
- ↑ Pressemitteilung Saisoneröffnung 2019/20. In: Konzerthaus Berlin. Konzerthaus Berlin, 19. August 2019, abgerufen am 28. August 2019.
- ↑ Christoph Eschenbach wird Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin ab der Saison 2019/20 (Memento vom 11. Dezember 2017 im Internet Archive), Konzerthaus Berlin, Pressemitteilung vom 13. November 2017
- ↑ Joana Mallwitz ab Saison 2023/24 Chefdirigentin. In: www.konzerthaus.de. Abgerufen am 5. September 2021.