Sportscheck

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Sportscheck GmbH

Rechtsform GmbH
Gründung 1946
Sitz München, Deutschland
Leitung
  • Matthias Rucker

(Vorsitzender der Geschäftsführung)

  • Robert Polland[1]
  • Christian Marzinzik
  • Wolfram Keil

(Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Mitarbeiterzahl 1.150[2]
Branche Sportartikel-Einzelhandel inkl. Versandhandel
Website sportscheck.com
Stand: 19. Mai 2020

Sportscheck (Eigenschreibweise: SportScheck) ist ein deutsches Handelsunternehmen für Sportartikel. Das Unternehmen gehört seit 2019 zum Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof.[3]

Geschichte

1946 schneiderte Otto Scheck in München aus alten Militärbeständen seine erste Kollektion für Winterkleidung und legte damit den Grundstein für das Unternehmen SportScheck. Dieses wurde von der Otto Group 1988 anteilig und 1991 vollständig übernommen.

Im Münchner Stammhaus in der Sendlinger Straße wurde in den 1970er-Jahren im Treppenhaus neben dem Lift eine der ersten künstlichen indoor-Kletterwände errichtet, vermutlich die erste überhaupt. Sie war gemauert aus Naturstein (Wettersteinkalk) und geplant von Reinhold Messner. Mit dem Umzug 2016 in die Neuhauser Straße wurden das Stammhaus und die Wand aufgegeben.

Sportscheck war im 21. Jahrhundert wirtschaftlich defizitär bei sinkendem Umsatz. Ende 2019 verkaufte die Otto Group Sportscheck an die Signa Retail, die Muttergesellschaft von Galeria Karstadt Kaufhof[4]. Zunächst war dieser Verkauf der Prüfung durch das Bundeskartellamt unterzogen worden. Am 10. Februar 2020 wurde bekannt, dass das Vorhaben im Ergebnis wettbewerblich unbedenklich sei.[5] Die Galeria Karstadt Kaufhof baut seit der Fusion ihr Sportsegment aus und versteht den Zukauf als Stärkung des Segments im stationären und Online-Handel.

Unternehmen

Sportscheck ist im Versandhandel, im Stationärgeschäft und im E-Commerce in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsent. Das Sortiment (mehr als 30.000 Artikel und 500 Marken) wird jährlich in vier Hauptkatalogen mit bis zu 620 Seiten und mehreren Spezialkatalogen präsentiert[6] und deutschlandweit in 31 Verkaufshäusern (Stand: März 2021) angeboten. Filialen gibt es in den folgenden Städten: Aachen, Augsburg, Berlin-Mitte, Berlin-Steglitz*, Bielefeld, Bonn*, Braunschweig*, Bremen*, Dortmund*, Dresden Altmarkt Galerie, Dresden Centrum Galerie*, Erfurt*, Frankfurt, Göttingen*, Hamburg-Mitte, Hamburg-Harburg*, Hannover-Mitte*, Hannover-Osterstraße, Heidelberg*, Karlsruhe*, Kassel, Konstanz*, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mönchengladbach, München, Münster*, Nürnberg, Stuttgart und Wildau*.

(Alle mit Sternchen* markierten Filialen wurden per 1. März 2021 von Karstadt Sports übernommen)

Darüber hinaus werden Outlet-Stores in Unterhaching, Dresden und am Ostbahnhof in München betrieben.[7]

Anfang des Jahres 2016 schloss die Filiale in Essen wegen zu hoher Mietforderungen des Vermieters.[8] Zum 20. Juni 2020 schloss die Filiale Berlin-Steglitz.[9] Das Unternehmen organisiert ebenfalls Sportveranstaltungen, wie die größte Reihe von Stadtläufen in Deutschland.

Seit 1979 findet der SportScheck RUN statt.

Weblinks

Commons: SportScheck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Geschäftsführung. Sportscheck, abgerufen am 19. Mai 2020.
  2. Geschäftszahlen. Sportscheck, abgerufen am 7. März 2016.
  3. Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Sport Scheck von Otto Handelsblatt am 11. Dezember 2019
  4. Manager Magazin: Otto Group trennt sich von Sportscheck mit Verlust, 11. Dezember 2019
  5. Bundeskartellamt.de, Meldung vom:10.02.2020: Signa darf SportScheck übernehmen, abgerufen am 21. Juni 2020
  6. Wege zum Kunden. Sportscheck, abgerufen am 17. Oktober 2012.
  7. Alle Filialen von SportScheck | 16 Filialen in ganz Deutschland. Abgerufen am 10. März 2021.
  8. derwesten.de: Sportscheck schließt Filiale. 26. Februar 2015, abgerufen am 26. Februar 2015.
  9. textilwirtschaft.de vom 3. Juni 2020: SportScheck schließt Filiale in Berlin-Steglitz, abgerufen am 27. Juni 2020

Koordinaten: 48° 4′ 6,3″ N, 11° 37′ 5,1″ O