Corinna T. Sievers

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Corinna T. Sievers 2015

Corinna T. Sievers (eigentlich Corinna Toepel-Sievers;[1] * 4. August 1965 in Kiel) ist eine deutsche Schriftstellerin und Fachzahnärztin für Kieferorthopädie.

Leben

Sievers ist die Tochter eines Lehrers und verbrachte die ersten Lebensjahre auf der Ostseeinsel Fehmarn. Nach mehrfachem Wohnortwechsel legte sie das Abitur in Kiel ab. Sie studierte zunächst Politik, Volkswirtschaft und Musikwissenschaften in Hamburg, anschließend Medizin in Frankfurt am Main, dann Zahnmedizin in Kiel[2]. Studienaufenthalte führten sie nach Paris und Los Angeles. In Kiel promovierte sie 1997 zum Dr. med. dent. und legte den Fachzahnarzt für Kieferorthopädie ab. Ihre Dissertation schrieb sie über Die Prognostizierbarkeit von Schönheit[2]. Seit 2004 führt sie eine Privatpraxis. Auf Einladung von Nora-Eugenie Gomringer nahm Sievers am Ingeborg-Bachmann-Preis 2018[3] teil.

Sievers in seit 1997 verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Herrliberg[4].

Werke

  • Samenklau. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-627-00166-7.
  • Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung. Edition Nautilus, Hamburg 2012, ISBN 978-3-89401-760-6.
  • Maria Rosenblatt. Edition Nautilus, Hamburg 2013, ISBN 978-3-89401-779-8.
  • Die Halbwertszeit der Liebe. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-627-00225-1.
  • Vor der Flut. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-627-02271-6.
  • Propofol. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main, August 2022, ISBN 978-3-627-00303-6.

Auszeichnungen

Rezeption

„Basierend auf der deprimierenden Lebensgeschichte einer Mitschülerin beschreibt die Ärztin und Schriftstellerin Corinna Sievers in reduzierten und umso bewegenderen Sätzen, dass nicht die Lippen-Gaumenspalte eine Missbildung ist, sondern die sozial verkrüppelte Dorfgemeinschaft.“

Marianne Wellershoff: Kultur-Spiegel 10/2012, über Schön ist das Leben und Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung

„Corinna Sievers vermag zu diagnostizieren und zu amüsieren, wie es kaum eine zweite Gegenwartsautorin in der Schweiz schafft. (…) Dies ist eine Leseempfehlung. Und eine Warnung: Corinna Sievers Roman ist zwar leicht zu lesen, aber schwer zu verkraften. Sie zerstört Frauen- und Männerbilder, die uns allen lieb geworden sind. (…) Danke, dass wenigstens eine die Wahrheit sagt und das auf so coole, unsentimentale Weise.“

Basler Zeitung, 7. April 2016, über Die Halbwertszeit der Liebe

„Die Umkehrung des männlichen Sexismus ist überraschend und erfrischend.“

Pia Reinacher: DLF Büchermarkt, 7. März 2016, über Die Halbwertszeit der Liebe

„Wovon der Text lebt und warum er gut ist, ist die Sprache.“

Hubert Winkels: bachmannpreis.orf.at, 6.7.2018, über Der Nächste, bitte.

„„Vor der Flut“ soll provozieren, schlingert aber nur zwischen Geschmacklosigkeit und unfreiwilliger Komik durch die Feuchtgebiete der Genreliteratur.“

Maria Frisé: Frankfurter Allgemeine Zeitung 19.07.2019, über Vor der Flut

„Corinna T. Sievers schreibt Literatur für Hartgesottene. Sie ist die feministische Variante von Michel Houellebecq (...) Fazit: rabenschwarze Prosa.“

Hansruedi Kugler: St. Galler Tagblatt 31.08.2021, über Propofol

Einzelnachweise

  1. Website ihrer Praxis für Kieferorthopädie, abgerufen am 8. März 2019.
  2. a b Frankfurter Verlagsanstalt | AutorIn. Abgerufen am 22. September 2022.
  3. Jurydiskussion Corinna T. Sievers. 6. Juli 2018, abgerufen am 21. September 2022.
  4. Porträt Corinna T. Sievers – Als Ärztin kennt sie das Perverse, als Autorin schreibt sie darüber. Abgerufen am 21. September 2022.