Albrecht von Freyberg

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Albrecht Freiherr von Freyberg-Eisenberg-Allmendingen (* 4. Februar 1876 in Allmendingen; † 13. September 1943 in Berlin) war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Vizeadmiral sowie Marineattaché.

Leben

Familie

Albrecht Freiherr von Freyberg-Eisenberg-Allmendingen stammte aus dem alten süddeutschen Adelsgeschlecht der Freyberg und war seit dem 7. Oktober 1912 mit Anna Charlotte Gabrielle Margarethe von Brentano verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und drei Töchter hervor. Sein Sohn Burkhard ehelichte Lätitia von Düring. Sein Sohn Walter (* 5. November 1915) starb im Zweiten Weltkrieg am 8. Oktober 1943 auf dem Unterseeboot U 610. Die älteste Tochter Gertrud (* 1914) heiratete den Reichsgrafen Hamann von Ingelheim gen. Echter von und zu Mespelbrunn, die Tochter Ursula von Freyberg-Eisenberg-Allmendingen (* 1917) heiratete Wolf Siegfried Alexander Graf von Brandenstein-Zeppelin und die jüngste Tochter Leopoldine (* 1924) wurde die Ehefrau des Freiherrn Ludwig von Fuchs.

Militärkarriere

Am 13. April 1896 trat Albrecht von Freyberg-Eisenberg-Allmendingen als Kadett in die Kaiserliche Marine ein. Indem er über mehrere Etappen – Fähnrich zur See (1899), Leutnant zur See (1899), Oberleutnant zur See (1901) – bis zum Kapitänleutnant (1906) befördert worden war begleitete er unterschiedliche Offiziersposten auf mehreren Schiffen der deutschen Flotte. So unter anderem vom Oktober 1905 bis zum Mai 1906 und erneut vom April 1907 bis zum September 1908 auf der kaiserlichen Yacht Hohenzollern. Zuletzt war er als Erster Offizier auf dem Kleinen Kreuzer Kolberg vom Juli 1911 bis Dezember 1912.

Seit dem 12. Dezember 1912 war Albrecht von Freyberg-Eisenberg-Allmendingen als Marineattaché an der deutschen Botschaft für Österreich-Ungarn in Wien eingesetzt. Geschäftsträger war in dieser Zeit Heinrich Leonard von Tschirschny und Bögendorff (1858–1916), Militärattaché Karl von Kagenbeck (1871–1967). In Wien löste er den bisherigen Marineattaché Harry Posadowsky-Wehner (1869–1923) ab. In Wien blieb Freyberg-Eisenberg-Allmendingen  vorerst bis zum 14. Oktober 1914, kehrte aber, nach einer kurzen Interimszeit in der er dem Befehlshaber der Marineluftfahrt zur Verfügung stand, im Januar 1915 als Marineattaché nach Wien zurück. Ab 1916 arbeitete als Militärattaché Wolfgang Muff (1880–1947) an seiner Seite. Diese zweite Einsatzzeit dauerte bis zum 6bis zum Februar 1920 als diplomatischer Vertreter, mit Zuständigkeit für die Pflege der marinepolitischen Beziehungen Deutschlands und Österreich-Ungarns, tätig. Während dieser Zeit wurde er zum Korvettenkapitän (März 1913), Fregattenkapitän (Dezember 1919) und Kapitän zur See (März 1920) befördert. Am 31. März 1920 wurde die Stelle eines Marineattachés in Wien aufgehoben.

Nach dem Zusammenbruch des deutschen Kaiserreiches blieb Albrecht von Freyberg-Eisenberg-Allmendingen im Marinedienst, nunmehr in der Reichsmarine. Für diese war er kurzzeitig ab Februar bis März 1920 als Attaché nach Den Haag kommandiert um die Geschäfte des vorhergehenden Marineattachés abzuwickeln. Das war Korvettenkapitän Ernst von Weizsäcker (1882–1952). Deutscher Botschafter war in Holland zu dieser Zeit Friedrich Rosen (1856–1935).

Von April bis Mai war er als Mitglied des Admiralstabes zur Wahrnehmung der Geschäfte der Marinepersonalabteilung kommandiert. Ab September 1920 war er in der neu gebildeten Marineleitung Chef der Personalabteilung (1920) – und auf verschiedenen weiteren Kommandoposten tätig. So als Kommandeur der Marine (1920–1922), Marinekommissar für den Kaiser-Wilhelm-Kanal (1922/23), Kommandant auf dem Linienschiff Hannover (1923–1925), Inspektor des Marinedepots (1925–1926) und Leiter der Marinegruppe beim Völkerbund sowie Mitglied des ständigen Abrüstungskommittees beim Völkerbund (1926–1933).

Im Jahre 1925 wurde Freyberg-Eisenberg-Allmendingen zum Konteradmiral befördert, am 1. Oktober 1928 erhielt er den Charakter als Vizeadmiral und am 1. August 1933 das Patent zu diesem Dienstgrad. In der schwierigen Zeit der Jahre 1932/33 nahm Freyberg-Eisenberg-Allmendingen an der Genfer Abrüstungskonferenz teil, fungiert 1934 kurzzeitig als Leiter der Gruppe für Marinekonferenzen, bevor er am 30. September 1934 in den Ruhestand versetzt wurde. Am 19. Juli 1939 wurde er zur Verfügung der Kriegsmarine gestellt, jedoch nicht zum aktiven Wehrdienst herangezogen.

Albrecht von Freyberg-Eisenberg-Allmendingen verstarb am 13. September 1943 in Berlin.

Auszeichnungen

Freyberg-Eisenberg-Allmendingen war Rechtsritter des Johanniter-Ordens. Außerdem erhielt er für seine Leistungen in Frieden und Krieg folgende Orden und Ehrenzeichen:

Literatur

  • Biografische Daten über Albrecht von Freyberg-Eisenberg-Allmendingen in den Akten der Reichskanzler der Weimarer Republik 1919 bis 1933
  • Dermot Bradley (Hrsg.), Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849–1945. Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur-, Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang. Band 1: A–G. Biblio Verlag. Osnabrück 1988. ISBN 3-7648-1499-3. S. 365–366.
  • Klaus-Volker Giessler, Die Institution des Marineattachés im Kaiserreich, Harald Boldt Verlag, Boppard am Rhein, 1976
  • Heinz Haushofer: Freyberg, v.. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 420 (Digitalisat). (Nebeneintrag im Familienartikel)
  • Hans Hildebrand, Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1915–1990, Band 2 (Marine), Biblio Verlag Osnabrück, 2000
  • Marineattaché; Books LCC, Wiki Series, Memphis USA, 2011, S. 1f.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Rangliste der Kaiserlich Deutschen Marine. Hrsg.: Marine-Kabinett. Mittler & Sohn. Berlin 1914. S. 125.
  2. a b c Rangliste der Deutschen Reichsmarine. Hrsg.: Reichswehrministerium. Mittler & Sohn. Berlin 1929. S. 38.