Attorney General for England and Wales

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Der Attorney General for England and Wales (vollständig: Her Majesty's Attorney General for England and Wales) ist der im Vereinigten Königreich für England und Wales zuständige Generalstaatsanwalt. Wie in vielen Regierungssystemen, die sich an das Common Law anlehnen, ist er der oberste Rechtsberater der Regierung. Seit Februar 2020 wird das Amt von Suella Braverman ausgeübt.

Geschichte

Das Amt des Attorney General in England besteht seit mindestens dem Jahr 1243. Erster namentlich bekannter Inhaber des Amtes war William von Boneville 1277 bis 1278. Mit dem Act of Union 1707 war der Attorney General for England and Wales oberster Rechtsberater der Regierung, der schottische Lord Advocate war innerhalb der Regierung aber weiterhin für Schottland als eigenem Rechtsbereich zuständig. Der Attorney General for England and Wales zählt zu den Law Officers of the Crown und ist offiziell Mitglied des Kabinetts des Vereinigten Königreichs. Er ist allerdings traditionell nur bei Bedarf Teilnehmer der Kabinettssitzung und war auch niemals Oberhaupt der Justiz. Bis zur Einführung des Amtes des Justizministers im Jahr 2007 war der Lordkanzler Oberhaupt der Justiz. Diesen war bzw. ist das Attorney General's Office unterstellt. Stellvertreter des Attorney General ist dabei der Solicitor General for England and Wales.

Funktion in anderen Landesteilen

Zwischen 1972 und 2010 war der Attorney General for England and Wales auch zeitgleich der für Nordirland zuständige Attorney General for Northern Ireland. Nach 2010 ist der englische Attorney General meist auch Advocate General for Northern Ireland. Schottland hat mit dem Solicitor General einen eigenen Generalstaatsanwalt.

Bekannte Amtsinhaber

Literatur