Aufnahme Mariens in den Himmel (Neuengrün)

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Kuratie- und Wallfahrtskirche Aufnahme Mariens in den Himmel

Die römisch-katholische Kuratiekirche Aufnahme Mariens in den Himmel steht in Neuengrün, einem Gemeindeteil der Stadt Wallenfels im oberfränkischen Landkreis Kronach. Die Pfarrei gehört zum Dekanat Kronach, Seelsorgebereich Frankenwald, des Erzbistums Bamberg.

Geschichte

Im Jahr 1794 errichtete der Maurermeister Gareus aus Enchenreuth in Neuengrün eine Kapelle, die Pfarrer Brockhard aus Steinwiesen am 20. Oktober 1795 weihte. Zur Ausstattung des Gotteshauses gehört eine Gnadenstatute, vermutlich aus dem böhmisch-mährischen Raum stammend. Aufgrund einiger vermeintlicher Wunder entwickelte sich die Kirche in der Folge zum Wallfahrtsort.

Neuengrün gehörte ursprünglich zum Pfarrsprengel von Steinwiesen. Eine Stiftung ermöglichte 1840 die Entsendung eines eigenen Lokalkaplans, Am 5. Juni 1842 folgte die Errichtung der Kuratie Neuengrün. Zu ihr gehören außerdem die Nachbarorte Schlegelshaid, Oberwellesmühle, Unterwellesmühle, Wellesberg, Schindelthal und Wolfersgrün. Die Gemeinde ließ im Jahr 1932 die Kirche nach Plänen des Nürnberger Architekten Otto Schulz durch einen Anbau nach Osten erweitern. Am 2. Oktober 1932 folgte die Kirchweihe durch den Bamberger Erzbischof Johann Jakob von Hauck.[1]

Seit 1946 treffen sich Anfang September Gläubige bei der Friedenswallfahrt, ursprünglich Heimkehrerwallfahrt genannt, zum Gebet in Neuengrün.

Baubeschreibung

In der Mitte des Quellreihen-Rundangerdorfes befindet sich die Wallfahrtskirche. Es ist ein verputzter Saalbau mit Sandsteingliederungen und einem westlichen Giebelturm.[2] In der Giebelwand des Langhauses befindet sich über dem Eingangsportal unter einem giebelförmigen Gesims eine Sandsteinfigur der Muttergottes. Der östliche Anbau besteht aus einem Querschiff mit einem Satteldach und einem dreiseitig geschlossenen Chor mit einem runden Chorbogen.

Ausstattung

Innenraum

Der Hochaltar wird auf Anfang des 19. Jahrhunderts datiert. Er hat einen marmorierten Holzaufbau und einen Drehtabernakel. In der Mitte des Altars unter einem Baldachin befindet sich die Gnadenfigur, in den Seitenabschnitten weiß und golden gefasste Holzfiguren des heiligen Josef von Nazaret und Johannes des Täufers.

Die Kanzel stammt von 1832. Im Giebelreiter hängen vier Glocken. Die Orgel auf der Westempore stellte 1892 der Bayreuther Orgelbauer Johann Wolf auf. Eine Restaurierung führte 2004 der Cadolzburger Orgelbaumeister Andreas Hemmerlein durch.[3]

Weblinks

Commons: Aufnahme Mariens in den Himmel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Koordinaten: 50° 18′ 1,5″ N, 11° 30′ 29,9″ O