Betonkopf

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Betonkopf ist ein umgangssprachlicher Begriff für einen starrköpfigen Menschen, der uneinsichtig auf seinen Ansichten beharrt. Er wird insbesondere für Personen benutzt, die (angeblich) rückständige politische und gesellschaftliche Vorstellungen verteidigen.

Besagte Ansichten seien im Kopf der betreffenden Person so stark verhaftet, als seien sie darin einbetoniert. Im Unterschied zu Strohkopf, Holzkopf oder Hohlkopf beinhaltet der Begriff Betonkopf kein Urteil über die (formale) Intelligenz des so Bezeichneten.

Begriffsgeschichte

Weite Verbreitung fand der Begriff zur Zeit der Wende in der DDR um 1989/90. Seinerzeit wurden unbeirrbare und reformfeindliche Funktionäre der SED-Regierung der DDR und in anderen realsozialistischen Staaten des Ostblocks zunächst im nichtöffentlichen Sprachgebrauch, später auch öffentlich, als Betonköpfe bezeichnet.[1]

Siehe auch

Wiktionary: Betonkopf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Dieter Herberg, Doris Steffens, Elke Tellenbach: Schlüsselwörter der Wendezeit. Wörter-Buch zum öffentlichen Sprachgebrauch 1989/90. De Gruyter, Berlin 1997, S. 326 f.