Blue Exorcist

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Blue Exorcist
Originaltitel
青の祓魔師
Transkription Ao no Ekusoshisuto
Logo des Animes
Genre Fantasy, Shōnen
Manga
Land Japan Japan
Autor Kazue Katō
Verlag Shūeisha
Magazin Jump Comics SQ
Erstpublikation 4. Apr. 2009 – 
Ausgaben 27
Animeserie
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 24 Minuten
Episoden 25 + 1 Special (Liste)
Produktions-
unternehmen
A-1 Pictures
Stab
Regie Tensai Okamura
Musik Hiroyuki Sawano
Premiere 17. Apr. – 2. Okt. 2011 auf MBS, TBS
Deutschsprachige
Premiere
16. März – 31. Aug. 2018 auf ProSieben Maxx
Animeserie
Titel Blue Exorcist: Kyoto Saga
Originaltitel
青の祓魔師 京都不浄王篇
Transkription Ao no Ekusoshisuto: Kyōto Fujōō-hen
Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 24 Minuten
Episoden 12 (Liste)
Produktions-
unternehmen
A-1 Pictures
Stab
Regie Kōichi Hatsumi
Musik Kōta Yamamoto
Premiere 7. Jan. – 25. März 2017 auf TBS
Deutschsprachige
Premiere
7. Jan. – 25. März 2017 auf Anime on Demand
Synchronisation
Film
Blue Exorcist – The Movie (2012)

Blue Exorcist (jap.

青の祓魔師エクソシスト

, Ao no Ekusoshisuto) ist der Titel einer von Kazue Katō geschriebenen und gezeichneten Mangareihe, die seit April 2009 in dem Magazin Jump Comics SQ erscheint, das von Shūeisha herausgegeben wird. Die Reihe handelt von dem Jungen Rin Okumura, der als Sohn einer menschlichen Frau und Satan, dem Herrscher der Welt der Dämonen, geboren wurde. Entgegen seiner einstigen Bestimmung, Satan als Wirt auf Erden zu dienen, beschließt er jedoch, Exorzist zu werden und sich gegen seinen Vater zu stellen.

Im Frühling 2011, sowie Anfang 2017 folgte die Ausstrahlung einer Adaption des Mangas als gleichnamige Anime-Fernsehserie, die im Studio A-1 Pictures entstand.

Handlung

Die Welt von Blue Exorcist besteht aus zwei Dimensionen. In der Assiah (

物質界アッシャー

) genannten Dimension leben die Menschen und besitzen keine Vorstellung davon, dass noch eine zweite Dimension existieren könnte. Diese zweite, Gehenna (

虚無界ゲヘナ

) genannte Dimension ist die Heimat der Dämonen unter der Führung von Satan. Satan ist zugleich der Vater des Protagonisten Rin Okumura (

奥村 燐

, Okumura Rin). Er soll der neue Dämonenherrscher werden. Beide Welten sind nämlich weitestgehend voneinander getrennt, sodass die Dämonen nicht direkt nach Assiah kommen können. Es ist ihnen jedoch möglich, von Menschen, Tieren und selbst toten Lebewesen Besitz zu ergreifen. Dadurch sind sie in der Lage, diese sowohl zu kontrollieren als auch zu verwandeln. Rin verlor schon während seiner Geburt seine Mutter und wurde vom Priester und Exorzisten Shirō Fujimoto (

藤本 獅郎

, Fujimoto Shirō) im Glauben aufgezogen, ein gewöhnlicher Mensch zu sein. Sein Zwillingsbruder Yukio Okumura (

奥村 雪男

, Okumura Yukio) kam als gewöhnlicher Mensch auf die Welt und besitzt somit nicht die gleichen Fähigkeiten wie Rin. Dennoch besitzt auch er die Fähigkeit, die Dämonen zu sehen. Da die gesamten Kräfte, die Satan den Brüdern verlieh, auf Rin übergingen, sah sich Shiro gezwungen seine Kräfte, die sich als blaue Flammen äußern, in ein Katana zu verbannen. Das Schwert Kurikara versiegelte seine Fähigkeiten und erlaubte ihm ein nahezu normales Leben. Jedoch wurde er stets vom Pech verfolgt. Andere bezeichneten ihn als Dämon, weil er brutal war (aus der Sicht der Menschen) und „nicht normal“, was Rin sehr wütend machte, und er deshalb immer in Prügeleien geriet. Er fühlt sich missverstanden und ist der Taugenichts (abgesehen vom Kochen) in der Familie.

Als Rin etwa 15 Jahre alt ist, beginnt die Wirkung des Siegels nachzulassen und er sieht sich mit der Situation konfrontiert, die Wahrheit seiner Herkunft zu erfahren. Im Zuge der Ereignisse wird sein Ziehvater Shirō von Satan getötet, der nun auf Rin aufmerksam geworden ist. Nicht so recht wissend, wie es weitergehen soll, und die Dämonen für den Tod seines Vaters verfluchend, bittet er einen alten Freund Shirōs um Hilfe. Dies ist Mephisto, der Leiter einer Schule für die Ausbildung von Exorzisten. Er ist sichtlich überrascht und amüsiert zu erfahren, dass ausgerechnet der Sohn Satans ein Exorzist werden will. Dennoch beginnt Mephisto mit Rins Ausbildung an der neuen Schule, wo dessen Bruder Yukio als einer der Lehrer arbeitet.

Entstehung und Veröffentlichungen

Der Manga Ao no Exorcist wird von der japanischen Künstlerin Kazue Katō geschrieben und gezeichnet. Ein erstes Kapitel wurde in Ausgabe 9/2008 vom August 2008 in Jump Comics SQ unter dem Titel Miyamauguisu-tei Jiken (

深山鶯邸事件

) veröffentlicht. Die reguläre Veröffentlichung begann mit Ausgabe 5/2009 vom 4. April 2009 innerhalb des von Shūeisha herausgegebenen Magazins. Die einzelnen Kapitel wurden zu bisher 23 Tankōbon-Ausgaben zusammengefasst:

  1. ISBN 978-4-08-874709-5, 4. August 2009
  2. ISBN 978-4-08-874757-6, 4. November 2009
  3. ISBN 978-4-08-870016-8, 4. März 2010
  4. ISBN 978-4-08-870079-3, 2. Juli 2010
  5. ISBN 978-4-08-870136-3, 3. Dezember 2010
  6. ISBN 978-4-08-870214-8, 4. April 2011
  7. ISBN 978-4-08-870330-5, 2. September 2011
  8. ISBN 978-4-08-870409-8, 4. April 2012
  9. ISBN 978-4-08-870505-7, 4. September 2012
  10. ISBN 978-4-08-870670-2, 28. Dezember 2012
  11. ISBN 978-4-08-870789-1, 2. August 2013
  12. ISBN 978-4-08-870895-9, 27. Dezember 2013
  13. ISBN 978-4-08-880140-7, 4. Juli 2014
  14. ISBN 978-4-08-880282-4, 5. Januar 2015
  15. ISBN 978-4-08-880369-2, 4. Juni 2015
  16. ISBN 978-4-08-880507-8, 4. Januar 2016
  17. ISBN 978-4-08-880656-3, 4. Juli 2016
  18. ISBN 978-4-08-880891-8, 31. Dezember 2016
  19. ISBN 978-4-08-881052-2, 4. April 2017
  20. ISBN 978-4-08-881152-9, 4. Oktober 2017
  21. ISBN 978-4-08-881363-9, 2. März 2018
  22. ISBN 978-4-08-881591-6, 2. November 2018
  23. ISBN 978-4-08-881809-2, 4. April 2019

Zu Beginn der Ausstrahlung des Animes wurde die Reihe ebenfalls im Magazin Shonen Jump Advanced, beginnend am 5. April 2011, abgedruckt. Außerhalb Japans wurde die Reihe von Viz Media für den nordamerikanischen Raum lizenziert und begann am gleichen Tag mit der Veröffentlichung der Übersetzung. Zuvor wurde die Reihe bereits in Frankreich durch Kazé lizenziert, wo die erste Ausgabe am 27. Mai 2010 erschien.

Seit März 2012 bringt Kazé Deutschland den Manga im deutschsprachigen Raum unter dem Titel Blue Exorcist heraus, bisher in 22 Bänden.

Anime

Eine Adaption des Mangas als gleichnamige Anime-Fernsehserie Ao no Exorcist wurde am 27. November 2010 auf der Website von Jump SQ angekündigt. Die Animation übernahm dabei das Studio A-1 Pictures unter Führung des Produzenten Hiro Maruyama und des Regisseurs Tensai Okamura.

Die Erstausstrahlung der 25 Folgen umfassenden Serie begann am 17. April und lief bis zum 2. Oktober 2011 auf MBS und TBS; eine Woche später als ursprünglich angekündigt. Ursache dafür waren die Folgen des Tōhoku-Erdbebens. Die Veröffentlichung auf DVD und Bluray begann in Japan am 22. Juni 2011. Die einzelnen Ausgaben erschienen etwa im Abstand von einem Monat und die letzte, zehnte Ausgabe erschienen am 21. März 2012. Die einzelnen Medien enthielten jeweils zwei bis drei Folgen, wobei die fünfte Ausgabe eine zusätzliche Folge, das Special Kuro no Iede (

クロの家出

, auch als Folge 11.5 bezeichnet), enthielt. Die Folge war zuvor nicht im Fernsehen gezeigt worden, sodass die Serie insgesamt auf 26 Folgen kommt.

Aniplex übertrug die Serie als Blue Exorcist beginnend am 20. April ebenfalls als Simulcast mit englischen Untertiteln auf den nordamerikanischen Internetseiten Hulu, Crunchyroll und Anime News Network. Kazé Deutschland veröffentlichte die Serie von Juni bis Dezember 2012 auf Deutsch in vier DVDs und Blu-Rays. Die DVDs wurden von der FSK ab 12 bzw. 16 Jahren freigegeben.

Ein Kinofilm mit dem Titel Ao no Exorcist kam am 28. Dezember 2012 in die japanischen Kinos. Er entstand ebenso bei A-1 Pictures, unter der Regie von Atsushi Takahashi. Die deutsche Fassung kam am 28. März 2014 unter dem Titel Blue Exorcist – The Movie durch Kazé mit einer FSK-12-Freigabe in den Handel.

Die 2. Staffel mit weiteren 12 Folgen und dem Titel Ao no Exorcist: Kyōto Fujōō-hen lief vom 7. Januar bis 25. März 2017 nach Mitternacht (und damit am vorigen Fernsehtag) in Japan.[1] Regie führte hier Kōichi Hatsumi und auch der restliche Produktionsstab unterscheidet sich größtenteils.

Episodenliste

Synchronisation

Rolle Japanischer Sprecher (Seiyū) Deutscher Sprecher
Rin Okumura Nobuhiko Okamoto Dennis Saemann
Mephisto Pheles Hiroshi Kamiya Oliver Krietsch
Yukio Okumura Jun Fukuyama Tobias Diakow
Ryūji Suguro Kazuya Nakai Daniel Käser
Shiemi Moriyama Kana Hanazawa Rieke Werner
Shura Kirigakure Rina Satō Milena Karas
Shiro Fujimoto Keiji Fujiwara Peter Harting
Amaimon Tetsuya Kakihara Jan Niklas Berg
Igor Neuhaus Ryōtarō Okiayu Jochen Langner
Konekomaru Miwa Yūki Kaji Patrick Mölleken

Musik

Die Musik der ersten Staffel stammt von Hiroyuki Sawano. Als Vorspann der ersten zwölf Folgen wurde der Titel Core Pride von der Band UVERworld verwendet. Im Abspann war der Titel Take Off der südkoreanischen Band 2PM zu hören. Ab der dreizehnten Folge war der Titel In my World von der Band ROOKiEZ is PUNK'D als Vorspann und Wired Life der japanischen Sängerin, Schauspielerin und Models Meisa Kuroki als Abspann zu hören.

Bei der zweiten Staffel stammt die Serienmusik von Kōta Yamamoto. Der Vorspanntitel, Itteki no Eikyō (

一滴の影響

), wurde ebenfalls von UVERworld beigesteuert, während im Abspann Kono Te de (

コノ手デ

), gesungen von Rin Akatsuki, verwendet wird.

Light Novel

Aya Yajima adaptierte den Manga als Light Novel zu denen Kazue Katō die Illustrationen beisteuerte. Von diesem erschienen bei Shūeisha zwei Bände: Weekend Hero (

青の祓魔師 ウィークエンド・ヒーロー

) am 2. September 2011 (ISBN 978-4-08-703252-9) und Home Sweet Home (

青の祓魔師 ホーム・スイート・ホーム

) am 4. Dezember 2012 (ISBN 978-4-08-703283-3).

Von November 2012 bis November 2013 wurden von diesen 160.000 Exemplare verkauft, wodurch sie Platz 28 der meistverkauften Light-Novel-Reihen des Jahres erreichte.[2]

Weblinks

Commons: Blue Exorcist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Blue Exorcist: Kyoto Saga (TV). In: Anime News Network. Abgerufen am 10. Januar 2017 (englisch).
  2. Top-Selling Light Novels in Japan by Series: 2013. In: Anime News Network. 1. Dezember 2013, abgerufen am 6. April 2014 (englisch).