Dölling und Galitz Verlag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dölling und Galitz Verlag
Rechtsform GmbH
Gründung 1986
Sitz München / Hamburg, Deutschland
Leitung Robert Galitz, Sabine Niemann
Branche Verlag
Website www.dugverlag.de

Der Dölling und Galitz Verlag ist ein unabhängiger Verlag mit Sitz in München und Hamburg, der 1986 in Hamburg-Altona von den Literaturwissenschaftlern Peter Dölling und Robert Galitz gegründet wurde. Seit Ausscheiden Peter Döllings 2003 ist Robert Galitz alleiniger Geschäftsführer. Das Hamburger Verlagsbüro wird von Sabine Niemann geleitet. Der Verlag ist Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels.[1]

Verlagsprogramm

Das Programm umfasst Bücher sowie zu einem kleineren Teil eBooks und Apps aus den Bereichen Architektur, Fotografie, Natur, Kunst- und Kulturgeschichte, Geschichte und Judaica mit den regionalen Schwerpunkten Hamburg und München. Der Verlag realisiert einen erheblichen Teil seiner Projekte in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, darunter zahlreichen Museen, universitären Einrichtungen, Archiven und Stiftungen. Die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), das Hamburgische Architekturarchiv (HAA), der Bund Deutscher Architekten in Hamburg (BDA), das Schleswig-Holsteinische Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst, der Naturwissenschaftliche Verein in Hamburg, das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg (IGdJ) und das Joseph Carlebach Institute in Israel geben im Dölling und Galitz Verlag Schriftenreihen heraus.

Für den Standort Hamburg sind Architekturthemen von besonderer Bedeutung. Große Architekten und Planer aus Hamburg und Norddeutschland werden in Bild-Text-Bänden dargestellt, u. a. Martin Haller, Peter Behrens, Fritz Schumacher, Fritz Höger, Carl Gustav Bensel, Gustav Oelsner, Karl Schneider, Werner Kallmorgen, Konstanty Gutschow, Cäsar Pinnau. Thematisch orientierte Bücher zu Kirchenbau, Kontorhausbau, Nachkriegsmoderne, Ingenieurbau, Villen- und Wohnhausarchitektur sowie Stadt- und Landschaftsplanung ergänzen diese Werkmonografien.

Daneben sind Naturthemen ein wichtiger Teil des Programms. Die Bandbreite reicht von wissenschaftlich anspruchsvollen Titeln wie dem »Hamburger Pflanzenatlas von A bis Z« bis hin zu populär ausgerichteten Bildbänden, etwa zum »Makrokosmos Honigbiene«.

Schwerpunkt des Münchner Standorts sind stadtgeschichtliche Untersuchungen, Titel zur Münchner Film- und Kinogeschichte und Nachkriegsmoderne in der Architektur, eine Hörbuchreihe über den bayerischen Mundartdichter Georg Queri sowie multimediale Projekte. In Kooperation mit der Wochenzeitung »Die Zeit« wurden Filmeditionen zur deutschen Geschichte, mit dem Norddeutschen Rundfunk eine »Höredition der Weltliteratur«, mit dem Rowohlt-Verlag »Enhanced e-Book-Projekte« entwickelt. Seit einigen Jahren konzipiert und produziert der Verlag darüber hinaus Multimediaguides für Museen (»Staatliche Antikensammlungen, München«, in Zusammenarbeit mit der Ki-AG) sowie Inhalte für Medienstationen (Dauerausstellung in der »Monacensia« über das »Literarische Leben zur Zeit Thomas Manns«).

1997 wurde dem Verlag die Prämie der Hamburger Kulturbehörde für besonders engagierte Verlagsprogramme zugesprochen. Bücher aus dem Verlag wurden u. a. mit dem Deutschen Gartenbuchpreis (»Politik durch die Blume« von Kristina Vagt) sowie mehrfach von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. 2014 wurde der Titel »Bauschmuck bei Fritz Schumacher« von Maike Bruhns mit dem Buchpreis der Staatsbibliothek »HamburgLesen« ausgezeichnet.

Weblinks

Einzelnachweise