Die Söhne des Senators

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Söhne des Senators ist eine Novelle von Theodor Storm, die erstmals im Oktober 1880 in der Zeitschrift Deutsche Rundschau erschien, dann 1881 als Einzelbuch. Die Novelle gehört zu Storms Alterswerk, sie wurde in Hademarschen geschrieben.

Inhalt und Hintergrund

Die Söhne des Senators ist die Geschichte eines Erbstreites zweier Senatorensöhne um den väterlichen Garten, der am Rande einer kleinen norddeutschen Hafenstadt liegt. Die Kaufleute Christian Albrecht Jovers (in der Nachfolge seines gleichnamigen Vaters ebenfalls Senator) und Friedrich Jovers leben in benachbarten Stadthäusern ohne Garten und können sich über das Erbe nicht einigen. Im Zorn lässt der jüngere Bruder Friedrich eine hohe Mauer zwischen den Stadthäusern errichten, was für Gesprächsstoff in der ganzen Stadt sorgt. Letztlich endet die Geschichte versöhnlich.

Die Handlung der Novelle übernahm Storm aus der Familiengeschichte seiner mütterlichen Vorfahren. Die Söhne von Storms Ururgroßvater, Bürgermeister Simon Woldsen (1696–1765) in Husum, gerieten um einen nachgelassenen Garten in Streit, der bis zu ihrem Lebensende währte.

Storm widmete diese Novelle seinem Freund und Korrespondenzpartner Wilhelm Petersen.

Primärliteratur

  • Theodor Storm: Die Söhne des Senators, Berlin: Gebrüder Paetel, 1881 (Erstausgabe)
  • Theodor Storm: Die Söhne des Senators, Stuttgart: Reclam 1993 (Nachdruck), ISBN 3-15-006022-2.

Weblinks