Diskussion:Katalysatoraktivität

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Für Vorlesungszwecke selbst verfasster Text (JBO 2003)

Formelzeichen der Enzymaktivität

Die Einheit wurde ausgiebig diskutiert, jedoch fehlt mir eine Information über das Formelzeichen der Enzymaktivität. MfG Beaver

In meinem Bioskript ist als Formelzeichen für Units "U" angegeben. Hab die Info allerdings nicht überprüft.


Hallo. Ich bin etwas verwirrt bezüglich der Definition der Units: "diejenige Enzymmenge, die unter Standardbedingungen je min ein µmol Substrat umsetzt". Als Ergebnis erhalte man zB "2 U/ml". Das hieße, dass ich die Enzymmenge mit dem Faktor "2" benötige. Aber 2 was? µg? mmol? Welche Einheit hat denn die "Enzymmenge"? Danke im Voraus. -- Phebb 10:13, 23. Okt. 2010 (CEST)

diverse andere einheiten

mich würde auch der zusammenhang (und die umrechnung) zwischen units(bzw. katal) und den einheiten, die die arzneibücher verwenden, interessieren.

vor allem

Ph.Eur.Einheiten die das europäische arzneibuch für enzyme verwendet (z.b. pepsin sollte eine Aktivität von 0,5 Ph.Eur.E./mg haben),

während das DAB8 und auch das ÖAB für pepsin (und wohl alle proteasen) die aktivität in Proteaseeinheiten angeben (sollwert pepsin ca. 600-800/g , was größenordnungsmäßig ja ganz gut zu den Ph.Eur.E. passen würde).


kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen?

mfg und dank

Konzentration eines Enzyms aus der spezif. Aktivtät herleitbar?

Mathematisch kann man sich dabei auf die Definition der molaren Masse beziehen. [m] ergibt sich dabei aus der spezifischen Aktivität des gereinigten Enzyms (selbst ermittelt oder als Literaturwert), und [M] ist ebenfalls aus der Literatur bekannt. Die Stoffmenge [n] und, sofern das Volumen bekannt ist, auch die Konzentration [c] lassen sich dann anhand der Formel M=m/n berechnen.

Wenn z.B. ein Enzym die molare Masse von [M]= 79 000 Dalton (g/mol) hat, bedeutet dies, dass 1 mg von diesem Enzym 12,7 nmol entsprechen. Nun hat dieses Enzym in reiner Form laut Literatur die spezif. Aktivität von 60 U/mg. Also entsprechen 1 nmol dieses Enzyms stets etwa 4,7 U. Man kann daher die Aktivität des Enzyms in einer beliebigen Lösung messen und daraus die Konzentration des Enzyms in dieser Lösung bestimmen (sofern M bekannt ist). (Da ich mir nicht 100% sicher bin ob man so vorgehen kann, schreibe ich es nicht in den Artikel und hoffe dass mir jemand Externes noch mal bestätigt dass man das so rechnen kann, danke. Es sollte ggf. im Artikel erwähnt werden da dies häufig eine Fragestellung im Labor ist). --Max schwalbe (Diskussion) 17:34, 28. Sep. 2015 (CEST)

Der Artikel beschreibt ja bereits, wie aus einer gemessenen Volumenaktivität über die Massenkonzentration β die spezifische Aktivität und dann über die molare Masse M die Wechselzahl berechnet werden kann. Die mathematischen Zusammenhänge sind dabei:
  • Aktivität a = Δn/Δt
  • Volumenaktivität v = Δn/(Δt·V) = a/V
  • spezifische Aktivität s = Δn/(Δt·m) = a/m = v/β
  • Wechselzahl w = Δn/(Δt·n) = a/n = v/c = s·M
Wenn du ausrechnest, dass 1 nmol stets etwa 4,7 U entsprechen, ist dies nichts anderes als die Berechnung der Wechselzahl über w = s·M. Die Wechselzahl ist wie die spezifische Aktivität eine Konstante für ein bestimmtes Enzym und kann in gleicher Weise nachgeschlagen werden. Zwischen Wechselzahl und Konzentration besteht der Zusammenhang c = v/w. -- Nescimus (Diskussion) 11:57, 29. Sep. 2015 (CEST)