Diskussion:Sprachspiel

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Daß Sprachspiele nicht aufeinander zurückführbar sind, kann ich in PU 23 nicht entdecken. Auch der Sinn der Behauptung erschließt sich mir noch nicht. Tatsächlich sind ja viele Sprachspiele zu/in einer Lebensform verwoben.

Vorschlag: Verweis auf Kirchspiel

Vielleicht weiß jemand eine Quelle, so dass wir den inhaltlich nahe liegenden Zusammenhang zum Begriff Kirchspiel ergänzen können. Spiel ist meiner Erinnerung nach hier bewusst mehrdeutig verwendet. Mit der Begriffsschöpfung Sprachspiel wird neben der bereits im Artikel ausgeführten Regelhaftigkeit der Sprachverwendung, die dem Spielen eigen ist, auch auf die Regionalität Bezug genommen, die dem Kirchspiel eigen ist. Im Unterschied zum Kirchspiel ist diese Regionalität allerdings gerade nicht durch die örtliche Nähe zu einer Kirche / einer Pfarrei gegeben, sondern durch die gemeinsame Verwendung / ein geteiltes Sprachverständnis.Ein verwandter aktueller Begriff könnte also die "Virtual Community" sein, die allerdings im Gegensatz zum Sprachspiel weniger durch die geteilten Bedeutungszusammenhänge als durch die miteinander interagierende Personen gekennzeichnet ist.

Mir ist nicht klar, ob ein Sprachspiel aus der ein Sprachspiel verwendenden Gruppe von Personen besteht, oder aus den sich aufeinander beziehenden Sprachelementen (Worten?). "Lebt" ein Sprachspiel also "zwischen den Menschen" oder "in der Sprache"?

--dsp 20:33, 24. Jun. 2007 (CEST)

Sehr gute Frage! Ich glaube, die hier verwendete Definition("sprachliche Äußerung") uns zu diesem Verständnis des Begriffs führt. Aber, in der Definition von PU 7 können wir sehen: "Ich werde auch das GANZE: der Sprache UND der Tätigkeiten, mit denen sie verwoben ist, das "Sprachspiel" nennen". D.h., Das Sprachspiel kann NICHT von Tätigkeiten getrennt werden. Wenn es so ist, dann ein Sprachspiel ist etwas, das erlebt werden muss (zwischen Menschen). Ich habe auch hier eine andere Definition von Wittgenstein gefunden, die uns helfen kann:

"11. Denk an die Werkzeuge in einem Werkzeugkasten: es ist da ein Hammer, eine Zange, eine Säge, ein Schraubenzieher, ein Masstab, ein Leimtopf, Nägel und Schrauben. So verschieden die Funktionen dieser Gegenstände, so verschieden sind die Funktionen der Wörter".

Diesen Vergleich von Wörtern mit Werkzeugen finde ich sehr Interessant. Lass uns es folgen: Was ist ein Werkzeug? Von definitiononline.net, man sieht: "Werkzeuge dienen somit zum Verbinden, Bewegen oder Verformen eines Gegenstandes. Sie müssen von Menschenhand bewegt werden, um ihren Zweck zu erfüllen". So, ich benutze einen Hammer, wenn ich eine Operation an einem Gegenstand durchführen will. Werkzeuge sind Worte, ja. Aber dann, was ist der Gegenstand? Was ist durch Worte bewegt, geformt oder verbunden? Wenn du sagst "Hör auf!" einem Tier, nichts passiert. So, mit Worten kann ich das Verhalten von Tieren nicht ändern. Aber ich kann das tun mit Menschen. So, wenn das Werkzeug ist das Wort, der Gegenstand muss die menschliche Handlung sein. Mit Worten, wir verbinden, bewegen und verformen unsere Handlungen. Dann, würde ich sagen, wer Sprachspiel sagt, meint ein System der ausgehandelten Reaktionen. Mit Reaktion meine ich: die Handlung, die aus einer vorhergehenden Handlung oder einem Reiz folgt. Sie werden gehandelt, weil dieses System nicht vorgegeben ist. Es muss gemacht und repariert werden. Wenn man ein Sprachspiel betretet, man muss lernen, auf welche Reize oder Handlungen man reagieren wird, und auf welchen nicht. Aber, soweit man lebt neue Situationen, das System muss verändert werden, und die Spieler müssen daran arbeiten. Das ist alle meine Deutung des Begriffes. Ein Versuch, den Begriff verständlich zu machen. Ich weiß nicht, ob das kann helfen. Liebe Grüße! L.Lunatus (Diskussion) 13:59, 23. Mai 2019 (CEST)L.Lunatus

Zitate & Verständnis

Einige Zitate sind noch unbelegt, außerdem fehlt Barkow et al. nach dem zitiert wird in der Literaturliste. Das könnte man nachholen. Was nicht klar wird, ist warum z.B. Zahnschmerzen (eine Sinneswahrnehmung) „nur“ eine sprachliche Interpretation der Welt sein soll. Ich finde sie meist unbeschreiblich eindeutig ;) --Tischbeinahe 08:55, 20. Jul. 2007 (CEST)

Link "konkrete Poesie" (?)

Warum funktioniert der Link "konkrete Poesie" in "Sprachspiel" nicht???--188168 08:20, 23. Nov. 2007 (CET)

Quellennachweis beim Unterkapitel "Spiel mit der Sprache in der Literatur"

Der Link zur konkreten Poesie funktioniert bei mir, aber ich wünschte mir eine Quellenangabe zu dem inhaltlich wichtigen Kapitel "Spiel mit der Sprache in der Literatur".

JSN (nicht signierter Beitrag von 92.107.215.47 (Diskussion) 23:40, 15. Jul 2013 (CEST))

Einleitender Satz

Wie kompliziert Wittgenstein zu verstehen ist, wissen wir hier alle sicherlich und daher finde ich den Versuch gut, die Einleitung auf einen ganz einfach verständlichen Satz herunterzubrechen, aber er ist falsch. Dort steht: "Unter Sprachspiel wird allgemein eine sprachliche Äußerung verstanden, die innerhalb einer bestimmten Verwendungssituation auftritt."

Wittgensteins Sprachspielbegriff zielt auf etwas ganz anderes ab. Er ist eher der Begriff, der das GANZE, das Sprachsystem meint, also das, was eine Äußerung bedingt. Es ist alles, was zu dem Spiel "Sprache" dazugehört(es gibt natürlich nicht nur ein Spiel "Sprache", sondern eine Vielzahl, die Sprache der Philosophie, die Sprache der Politik, die Sprache einer Region, die Sprache eines Idividuums, etc. sind alles unterschiedliche Sprachspiele). Wie bei einem Brettspiel/Kartenspiel: Es sind die Figuren/Karten (Begriffe), es sind die Regeln unter denen Karten gelegt/Figuren gesetzt (Begriffe verwendet) werden dürfen oder können, etc.

Der oben zitierte Eingangssatz beschreibt das, was Wittgenstein "einen Zug im Spiel machen" nennt. Also wie, wenn in einem Kartenspiel eine Karte ausgelegt wird, wird im Sprachspiel eine Äußerung getätigt.

Ich hoffe, dass der Unterschied klar wurde, hoffe noch mehr, dass es korrigiert wird. Quelle ist natürlich die Philosophischen Untersuchungen, aber den § kann ich euch aus dem Gedächtnis nicht mehr benennen, wenn ich nochmal darüber stolpern sollte und mich an den Artikel hier erinnere, füge ich es noch hinzu. (nicht signierter Beitrag von 92.217.63.135 (Diskussion) 13:34, 14. Sep. 2016 (CEST))

Einleitender Satz

Wie kompliziert Wittgenstein zu verstehen ist, wissen wir hier alle sicherlich und daher finde ich den Versuch gut, die Einleitung auf einen ganz einfach verständlichen Satz herunterzubrechen, aber er ist falsch. Dort steht: "Unter Sprachspiel wird allgemein eine sprachliche Äußerung verstanden, die innerhalb einer bestimmten Verwendungssituation auftritt."

Wittgensteins Sprachspielbegriff zielt auf etwas ganz anderes ab. Er ist eher der Begriff, der das GANZE, das Sprachsystem meint, also das, was eine Äußerung bedingt. Es ist alles, was zu dem Spiel "Sprache" dazugehört(es gibt natürlich nicht nur ein Spiel "Sprache", sondern eine Vielzahl, die Sprache der Philosophie, die Sprache der Politik, die Sprache einer Region, die Sprache eines Idividuums, etc. sind alles unterschiedliche Sprachspiele). Wie bei einem Brettspiel/Kartenspiel: Es sind die Figuren/Karten (Begriffe), es sind die Regeln unter denen Karten gelegt/Figuren gesetzt (Begriffe verwendet) werden dürfen oder können, etc.

Der oben zitierte Eingangssatz beschreibt das, was Wittgenstein "einen Zug im Spiel machen" nennt. Also wie, wenn in einem Kartenspiel eine Karte ausgelegt wird, wird im Sprachspiel eine Äußerung getätigt.

Ich hoffe, dass der Unterschied klar wurde, hoffe noch mehr, dass es korrigiert wird. Quelle ist natürlich die Philosophischen Untersuchungen, aber den § kann ich euch aus dem Gedächtnis nicht mehr benennen, wenn ich nochmal darüber stolpern sollte und mich an den Artikel hier erinnere, füge ich es noch hinzu. Also meine Erklärung von seinem Begriff "Sprachspiel" ist ganz klar §7, aber der § in dem er das Wort "Zug" benutzt, weiß ich leider nicht mehr. (nicht signierter Beitrag von 92.217.63.135 (Diskussion) 13:34, 14. Sep. 2016 (CEST))

Mehrdeutiger Begriff

Der Terminus Sprachspiel wird viel vielfältiger benutz als hier gekennzeichnet! U.a. dient dieser vorwiegend heute dem Genre Spiel, also einer bestimmten Kategorie dessen. Gesellschaftsspiel, Brettspiel (z.B. Scrabble), Kinderspiel, Gruppenspiel etc. mfG --77.56.118.154 13:37, 21. Okt. 2016 (CEST)