Dopingmittel-Mengen-Verordnung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Basisdaten
Titel: Verordnung zur Festlegung der nicht geringen Menge von Dopingmitteln
Kurztitel: Dopingmittel-Mengen-Verordnung
Abkürzung: DmMV
Art: Bundesrechtsverordnung
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Erlassen aufgrund von: § 6 Abs. 1 des Anti-Doping-Gesetzes
Rechtsmaterie: besonderes Verwaltungsrecht, Arzneimittelrecht
Fundstellennachweis: 212-4-2
Ursprüngliche Fassung vom: 22. November 2007
(BGBl. I S. 2607,
ber. 2008 I S. 920)
Inkrafttreten am: 29. November 2007
Letzte Neufassung vom: Art. 2 VO vom 3. Juli 2020
(BGBl. I S. 1547, 1550)
Inkrafttreten der
Neufassung am:
9. Juli 2020
(Art. 3 VO vom 3. Juli 2020)
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Die Dopingmittel-Mengen-Verordnung (DmMV) bestimmt in Deutschland die nicht geringe Menge von bekannten Dopingmitteln, deren Herstellung, Handel, Erwerb und Besitz zu Dopingzwecken am Menschen nach § 2 Absatz 3 des Anti-Doping-Gesetzes (AntiDopG) verboten ist. Verstöße gegen diese Regelung können nach § 4 AntiDopG mit bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Ein Problem hierbei stellt die sehr unterschiedliche Menge dar, die in den einzelnen Sportdisziplinen, z. B. bei anabolen Steroiden, verwendet wird, und damit als Eigenbedarf gilt: Ein Ausdauersportler würde die therapeutische Menge (medizinische Dosis-Empfehlung z. B. gegen Muskel-Atrophie nach Bewegungsmangel), ein Gewichtheber aber das etwa Fünfzigfache dessen verwenden. Des Weiteren greift die DmMV nicht bei neuen oder seltenen Medikamenten, die gesetzgeberisch bisher nicht mit einem Verbot bedacht wurden. Auch Substanzen, die zwar im Wettkampf, nicht aber im Training verboten sind (z. B. soziale akzeptierte Drogen), werden derzeit nicht erfasst.

Weblinks

Literatur

  • Manuel García Manso (2002). La fuerza. Madrid: Ed. Gymnos, ISBN 9788480132152
  • Arnd Krüger: Die Paradoxien des Dopings – ein Überblick, in: M. GAMPER/ J. MÜHLETHALER/F.REIDHAAR (Hrsg.): Doping – Spitzensport als gesellschaftliches Problem. Zürich: NZZ Verlag 2000, 11 – 33. ISBN 3-85823-858-9