Franz Karl Alter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bildnis des Franz Carl Alter, gestochen von Anton Wachsmann

Franz Karl Alter (* 27. Januar 1749 in Engelsberg; † 29. Mai 1804 in Wien) war ein Sprachwissenschaftler.

Leben

Am 27. Januar 1749 in Engelsberg (Schlesien) geboren, wurde Franz Karl Alter am Olmützer Gymnasium vorgebildet. 1766 trat er in den Jesuitenorden ein, nach dessen Auflösung jedoch zog er nach Wien. Anschließend studierte er sowohl Kirchengeschichte als auch die griechische sowie die hebräische Sprache an der Universität Prag, um an einem dortigen Gymnasium zu unterrichten. Nachdem er anschließend in Wien am Öffentlichen Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie Lehrer war, stellte man ihn 1779 als wissenschaftlichen Mitarbeiter an der Bibliothek der dortigen Universität an. 1777 bis 1779 war er in der Gemeinde St. Anna zudem Lehrer gewesen. Zugleich hielt er an der Universität Vorträge bezüglich Diplomatik. Alter beherrschte sowohl orientalische als auch slawische Sprachen und befasste sich mit dem Hellenismus; seine linguistische Begabung kam durch sein schriftstellerisches Handeln zum Vorschein. In einem seiner Werke spricht er von 165 verfassten Werken. In Wien verstarb er am 29. Mai 1804.

Werke (Auswahl)

  • Novum Testamentum ad codicem Vindobonensem graece expressum: varietatem lectionis addidit F. C. Alter (1786)
  • Cicero, de finibus bonorum et malorum et de fato (Wien 1786)
  • Ueber Georgianische Litteratur (Wien 1798)
  • Philologisch-kritische Miscellaneen (Wien 1799)
  • Beitrag zur praktischen Diplomatik für Slaven (Wien 1801)
  • Beitrag zur Diplomatik (1801)

Literatur