Günter Volmer

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Günter Volmer (* 17. Juli 1922 in Gelsenkirchen; † 30. Juli 2010) war ein deutscher Ingenieur, Gewerkschafter und Politiker (CDU).

Leben und Beruf

Volmer wurde als Sohn eines Vorarbeiters geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Gelsenkirchen absolvierte er zunächst eine Industrielehre zum Laboranten, die er mit Gehilfenprüfung abschloss. Anschließend nahm er ein Studium an der Staatlichen Ingenieurschule in Essen auf, das er mit der Prüfung zum Diplom-Ingenieur (FH/Fachrichtung Chemie) beendete. Er war zunächst als Assistent beschäftigt und arbeitete seit 1948 als Ingenieur beim chemischen Untersuchungsamt der Stadt Essen.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte sich Volmer in der kirchlichen Arbeit und in der gewerkschaftlichen Bewegung. Er war von 1959 bis 1969 als Redakteur bei der Mitgliederzeitung Kreuz und Hammer der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Essen tätig und fungierte 1966 als Vizepräsident des 81. Deutschen Katholikentages in Bamberg. Als Mitbegründer war er von 1973 bis 1986 Bundesvorsitzender des Christlichen Gewerkschaftsbundes. Im Anschluss wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Gewerkschaft gewählt.

Er starb am 30. Juli 2010 im Alter von 88 Jahren.

Partei

Volmer engagierte sich von 1930 bis 1947 in der Katholischen Jugendbewegung, schloss sich 1946 der Jungen Union an und trat 1950 in die CDU ein. Er war von 1968 bis 1983 Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Gelsenkirchen und wurde anschließend zu dessen Ehrenvorsitzenden gewählt. Von 1976 bis 1986 war er Mitglied im Bundesvorstand der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA).

Abgeordneter

Volmer war von 1952 bis 1989 Ratsmitglied der Stadt Gelsenkirchen und dort von 1963 bis 1989 Vorsitzender der CDU-Fraktion. Von 1966 bis 1969 war er Mitglied des Nordrhein-Westfälischen Landtages. Dem Deutschen Bundestag gehörte er von 1969 bis 1983 an. Hier war er von 1980 bis 1983 stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses. In allen vier Wahlperioden war er über die Landesliste der CDU Nordrhein-Westfalen ins Parlament eingezogen.

Sonstiges

Sein Sohn Ludger Volmer war später ebenfalls Mitglied des Bundestages.

Ehrungen

Porträt

Literatur

  • Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Bd. 2: N–Z. Anhang. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 906.

Weblinks