Hoaxmap

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
HOAXmap
Neues aus der Gerüchteküche
Karte und Liste über Falschmeldungen

Sprachen

Deutsch

Betreiber

Karolin Schwarz

Artikel

493 Einträge (2018)

Registrierung nein
Online 8. Feb. 2016
http://hoaxmap.org/#Neues_aus_der_Gerüchteküche

HoaxmapNeues aus der Gerüchteküche (zu englisch Hoax, auf deutsch ‚Falschmeldungskarte‘ oder ‚Gerüchtekarte‘) ist ein Projekt in Eigeninitiative der studierten Ethnologin der Afrikanistik Karolin Schwarz aus Leipzig. Die Webseite hoaxmap.org ist seit 8. Februar 2016 online[1] und sammelt mutmaßliche Falschmeldungen im Kontext der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 mit Ursprungs- oder Bezugsort samt „Auflösungen“[2] auf Basis „etablierter Medien“.[2]

Die Webseite entstand als Reaktion zu Internet-Informationen in Deutschland.[3] Absicht der Webseite ist laut der Urheberin, „eine Ordnung in die Vielzahl gestreuter Gerüchte zu bringen und die Dekonstruktion selbiger zu erleichtern.“[2] Die meisten der Falschmeldungen und Gerüchte beziehen sich auf Flüchtlinge,[3] auch indirekter über „Menschen mit ‘südländischem Aussehen’ oder ‘nichtdeutschem Akzent’“.[2] Aufgenommen werden zudem solche über „angebliche Straftaten oder Repressionsmaßnahmen gegen TeilnehmerInnen rassistischer Demonstrationen“.[3]

Einträge auf hoaxmap.org
Anzahl Datum
177 8. Februar 2016[1]
231 15. Februar 2016[4]
264 24. Februar 2016[5]
317 11. März 2016[6]
330 31. März 2016[7]
358 13. April 2016[8]
372 2. Mai 2016[9]
401 25. Juni 2016[10][11]
428 6. Oktober 2016[12]
469 19. April 2017[13]
484 15. August 2017[14]
492 9. September 2018[15]

Zeitungen und Rundfunk aus Deutschland und Österreich,[3][16][17][18] aber auch internationale Medien[1] etwa aus Australien, Kanada, Arabien,[19] der USA,[20] berichteten über die Webseite. Eine positive Meldung aus der Politik kam beispielsweise auch vom deutschen Justizminister.[21][20] April 2016 wurde Hoaxmap für den Grimme Online Award nominiert.[1]

Neben überwiegend positiven Rückmeldungen[3] erhält Schwarz inzwischen auch subtile Drohungen von der politischen Rechten.[1]

2018 brachen die Meldungen in der Lokalpresse ein, worauf Hoaxmap weniger Gerüchte als widerlegt listen konnte.[22]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e Katharina Leuoth: Schon gehört, …? In: Freie Presse vom 25. Juni 2016 (online).
  2. a b c d Zitate Über Hoaxmap. hoaxmap.org (abgerufen 29. Juni 2016).
  3. a b c d e Falschmeldungen im Internet – Diese Karte entlarvt Gerüchte über Flüchtlinge. In: Süddeutsche Zeitung online, 9. Februar 2016.
  4. Hoaxmap (Memento vom 15. Februar 2016 im Internet Archive)
  5. Hoaxmap (Memento vom 24. Februar 2016 im Internet Archive)
  6. Hoaxmap (Memento vom 11. März 2016 im Internet Archive)
  7. Hoaxmap (Memento vom 31. März 2016 im Internet Archive)
  8. Hoaxmap (Memento vom 13. April 2016 im Internet Archive)
  9. Hoaxmap (Memento vom 25. Juni 2016 im Internet Archive)
  10. Hoaxmap (Memento vom 25. Juni 2016 im Internet Archive)
  11. Liste der Falschmeldungen (Memento des Originals vom 19. April 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hoaxmap.org
  12. Hoaxmap (Memento vom 6. Oktober 2016 im Internet Archive)
  13. Hoaxmap (Memento vom 19. April 2017 im Internet Archive)
  14. Hoaxmap (Memento vom 15. August 2017 im Internet Archive)
  15. Hoaxmap (Memento vom 9. September 2018 im Internet Archive)
  16. Hoaxmap: Karte zeigt Falschmeldungen über Flüchtlinge. In: Der Standard online, 10. Februar 2016.
  17. Hoaxmap: Online-Karte widerlegt Gerüchte über Flüchtlinge. In: Die Welt online, 11. Februar 2016.
  18. Susann Burwitz: "Hoaxmap" hinterfragt angebliche Straftaten von Flüchtlingen – Klick für Klick gegen Gerüchte, ARD Tagesschau vom 12. Februar 2016 (Online-Artikel).
  19. Teo Kermeliotis: Hoaxmap: Debunking false rumours about refugee ‚crimes‘. In: Al Jazeera online, 16. Februar 2016.
  20. a b Adam Taylor: The lies told about refugees, city by city. In: The Washington Post online, 17. Februar 2016.
  21. Heiko Maas, auf Twitter, 14. Februar 2016, 09:46.
  22. BR5 Das Computermagazin 26. August 2018