Lilo Bergen

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Lilo Bergen, gebürtig Marie Helene Liselotte Schlitzberger (* 30. Januar 1919[1] in Küstrin, Brandenburg, Deutsches Reich) ist eine deutsche Tänzerin und Schauspielerin bei Bühne und Film.

Leben und Wirken

Die Tochter des Oberregierungsrates Ernst Schlitzberger und seiner Gattin Hildegard Eckert besuchte die Oberschule und ließ sich an einer Tanzschule ausbilden. Darüber hinaus nahm Marie Helene Liselotte Schlitzberger als Teenager auch Schauspielunterricht. Noch keine 17 Jahre alt, begann sie als Lilo Bergen ihre Tänzerin-Laufbahn an der Komischen Oper Berlin, wirkte dann am Theater in Zittau sowie erneut an hauptstädtischen Spielstätten wie dem Berliner Prater, der Komödie und dem Theater am Kurfürstendamm.

Noch zu ihrer ersten Berliner Zeit wurde Lilo Bergen vor die Kamera geholt und spielte 1936 in ihrem ersten Film eine kleine Sekretärin-Rolle. Schon im darauf folgenden Jahr konnte die 18-Jährige in “Daphne und der Diplomat” auch ihre tänzerischen Qualitäten unter Beweis stellen. Lilo Bergens Filmkarriere währte nur kurz, bereits nach fünf Jahren war diese bereits 1941 weitgehend beendet. Lediglich 1949/50 fand Bergen in einer DEFA-Produktion mit einem winzigen Auftritt erneut Beschäftigung vor der Kamera. Auf der Bühne ist die in Berlin-Wilmersdorf ansässige Künstlerin nach 1945 lediglich in der Spielzeit 1950/51 am Neuen Berliner Theater und ab 1953 für einige Spielzeiten an der Atrium-Operetten-Gastspielbühne nachzuweisen.

Über Lilo Bergens etwaiges Ableben ist derzeit nichts bekannt.

Filmografie (komplett)

  • 1936: Geheimnis eines alten Hauses
  • 1936: Frauenliebe – Frauenleid
  • 1937: Daphne und der Diplomat
  • 1937: Die gelbe Flagge
  • 1937: Das große Abenteuer
  • 1937: Wenn in Werder blühn die Bäume (Kurzfilm)
  • 1937: Fremdenheim Filoda
  • 1938: Rätsel um Beate
  • 1938: Fahrendes Volk
  • 1938: Skandal um den Hahn
  • 1938: Was tun, Sybille?
  • 1939: Mann für Mann
  • 1939: Johannisfeuer
  • 1940: Polterabend
  • 1940: Das himmelblaue Abendkleid
  • 1941: Clarissa
  • 1950: Der Rat der Götter

Literatur

  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 1: A–Heck. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1960, DNB 451560736, S. 105.

Weblinks

Einzelnachweis

  1. laut ihrer Reichsfilmkammerakte. Die sonst allenthalben zu lesende Jahreszahl „1922“ ist demzufolge falsch