Nina Dethloff

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Nina Dethloff (* 27. Februar 1958 in Hamburg) ist eine deutsche Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin der Universität Bonn.

Leben

Nach ihrer Schulzeit studierte Dethloff Rechtswissenschaften an den Universitäten in Hamburg, Genf und Freiburg. 1982 legte sie das Erste Staatsexamen ab. Es folgten Studien an der Georgetown University in Washington, D.C. mit dem Abschluss als Master of Laws (LL.M.). Von 1986 bis 1987 war Dethloff Beraterin bei der Federal Trade Commission in Washington D.C. 1987 wurde sie als Rechtsanwältin (Attorney at Law) im Staat New York zugelassen. Sie begann dann 1988 das Referendariat in Deutschland, wurde 1991 mit der Dissertation Die einverständliche Scheidung: eine rechtsvergleichende und rechtshistorische Untersuchung zu Umfang und Grenzen der Privatautonomie im Scheidungsrecht promoviert[1] und legte im selben Jahr das Zweite Staatsexamen ab.[2] Nach der 2000 erfolgten Habilitation an der Universität Freiburg ist Dethloff seit 2001 Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht an der Universität Bonn und seit 2003 Direktorin des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Familienrecht. 2012 wurde sie zum ordentlichen Mitglied der Academia Europaea gewählt.[3]

Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist neben dem Internationalen Privatrecht das Familienrecht.

Dethloff ist verheiratet mit Joachim Wieland und hat zwei Kinder.[4]

Werke (Auswahl)

  • Die einverständliche Scheidung. Eine rechtsvergleichende und rechtshistorische Untersuchung zu Umfang und Grenzen der Privatautonomie im Scheidungsrecht. Beck, München 1994 (Dissertation).
  • Europäisierung des Wettbewerbsrechts. Einfluss des europäischen Rechts auf das Sach- und Kollisionsrecht des unlauteren Wettbewerbs. Mohr Siebeck, Tübingen 2001 (Habilitationsschrift).
  • Unterhalt, Zugewinn- und Versorgungsausgleich: Sind unsere familienrechtlichen Ausgleichssysteme noch zeitgemäß? Gutachten A für den 67. Deutschen Juristentag. Beck, München 2008.
  • Familienrecht. 32., wesentlich überarbeitete Auflage des von Günther Beitzke begründeten Werks. Beck, München 2010.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Datensatz der Dissertation auf d-nb.info (zuletzt abgerufen am 12. Juli 2020).
  2. Lebenslauf von Nina Dethloff auf der Website der Universität Bonn
  3. Mitgliederverzeichnis: Nina Dethloff. Academia Europaea, abgerufen am 21. Juni 2017 (englisch).
  4. Nina Dethloff, Europäisierung des Wettbewerbsrechts, Tübingen 2001, Seite vii (Vorwort).