Päpstliche Katholische Universität von Valparaíso

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Päpstliche Katholische Universität von Valparaíso
Motto Fides et Labor
Gründung 1925
Trägerschaft römisch-katholische Kirche
Ort Valparaíso
Land Chile Chile
Rektor Claudio Elórtegui Raffo
Studierende 13.149
Netzwerke FIUC[1]
Website www.pucv.cl

Die Päpstliche Katholische Universität von Valparaíso (span.: Pontificia Universidad Católica de Valparaíso, kurz: PUCV) ist eine Universität päpstlichen Rechts in Valparaíso (Chile).

Geschichte

Die Katholische Universität von Valparaíso wurde am 21. September 1925 gegründet. 2003 wurde die Universität per Dekret durch Papst Johannes Paul II. als Päpstliche Universität anerkannt. Großkanzler ist der jeweilige Bischof des Bistums Valparaíso; er wird normalerweise vertreten durch einen Vizegroßkanzler.

Von 1983 bis zu seinem Wechsel an die Päpstliche Katholische Universität von Chile Ende 1985 war der mit dem Opus Dei verbundene Verfassungsrechtler Raúl Bertelsen Repetto ernannter, allerdings nicht eingeführter Rektor der Katholischen Universität Valparaíso. Bertelsen, der bis 1969 in Valparaíso studiert hatte und von 1973 bis 1977 bereits Vizerektor der Universität gewesen war, war an der Erarbeitung der Verfassung Chiles von 1980 unter der Militärdiktatur von Augusto Pinochet beteiligt und amtierte nach deren Ende als Gründungsrektor der zum Opus Dei gehörenden Anden-Universität (1989–2000).[2] Er wurde 1997 Verfassungsrichter und war von 2011 bis 2013 Präsident des chilenischen Verfassungsgerichtshofes.

Ab 2008 amtierte der seit 1997 am Philosophischen Institut der Universität lehrende Diözesanpriester Dietrich Lorenz als Vizegroßkanzler.[3] Nach seinem Rücktritt am 23. November 2018 wurde kein neuer Vizegroßkanzler ernannt; als Pro-Großkanzler amtierte der Diözesanadministrator von Valparaíso, Weihbischof Pedro Ossandón Buljevic.[4] Rektor der Universität ist seit 2010 der Wirtschaftswissenschaftler Claudio Elórtegui Raffo, Vater des bekannten chilenischen Journalisten Claudio Elórtegui Gómez (* 1976), der ebenfalls an der Hochschule unterrichtet.

Seit 2001 besteht ein Kooperationsvertrag mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.[5]

Fakultäten

  • Architektur und Städtebau
  • Natürlichen Ressourcen
  • Agrarwissenschaften
  • Mathematik und Naturwissenschaften
  • Ökonomie und Management
  • Ingenieurwissenschaften
  • Rechts- und Sozialwissenschaften
  • Boden- und Wasserkultur
  • Philosophie und Erziehungswissenschaften
  • Religionswissenschaften

Siehe auch

Weblinks

Commons: Pontificia Universidad Católica de Valparaíso – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Members. In: www.fiuc.org. International Federation of Catholic Universities, abgerufen am 21. September 2019 (englisch).
  2. Raúl Bertelsen Repetto. Primer Rector Universidad de los Andes. Profilseite Bertelsens auf der Internetpräsenz der Andenuniversität, Abruf im Juli 2021.
  3. Asumió nuevo Vice Gran Canciller de la Pontificia Universidad Católica de Valparaíso. In: Caritas Chile, 25. März 2008; Dr. Dietrich Lorenz Daiber, Pbro. Lebenslauf auf der Webseite der Diözese; beide abgerufen im März 2019 (beide spanisch).
  4. Comunicado por renuncia de Vice Gran Canciller. Meldung zum Rücktritt und Vorstellung der Gran Cancillería auf der Homepage der Universität, beide abgerufen am 20. Oktober 2019 (beide spanisch).
  5. Chile, Valparaíso: Pontificia Universidad Católica de Valparaíso. Hinweise auf der Webseite der Universität Oldenburg, Abruf im Oktober 2019.

Koordinaten: 33° 24′ 13″ S, 71° 36′ 21″ W