Umlauftage

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Umlauftage ist ein Begriff der Logistik. Damit wird die Anzahl der Arbeitstage bezeichnet, die ein Ladungsträger/Behälter (beispielsweise ein Kleinladungsträger) für einen kompletten Kreislauf benötigt.

Definition

Zum kompletten Kreislauf zählt der Vollgutkreislauf:

  • Produktionszeit (sofern direkt in den Ladungsträger produziert wird)
  • Lagerung der Fertigerzeugnisse beim Lieferanten
  • Bereitstellung und Verladung
  • Vollguttransport
  • Lagerung und Bereitstellung beim Abnehmer

sowie der Leergutkreislauf

  • Lagerung des Leergutes beim Abnehmer (Zwischenpufferung)
  • Leergutrücktransport
  • Reinigung des Ladungsträgers

Die Umlauftage werden in Arbeitstagen, nicht in Kalendertagen gemessen.[1]

Anwendung

Die Anzahl der Umlauftage ist eine wichtige Kenngröße zur Ermittlung des Bedarfs an Ladungsträgern. Je höher die Zahl der Umlauftage, desto größer ist bei gegebenem Durchsatz die benötigte Menge an Ladungsträgern, und damit die Behälterkosten.[2] Die Umlauftage werden jeweils für eine konkrete Werk-Lieferanten-Beziehung ermittelt.[1]

Einzelnachweise

  1. a b Antje Rosenthal: Ganzheitliche Bewertung modularer Ladungsträgerkonzepte: Eine Lebenszyklusbetrachtung. Springer-Verlag (Auto-Uni), Wiesbaden 2016, ISBN 9783658156763, S. 133 f. („Exkurs Umlauftageermittlung“)
  2. Thomas Rennemann: Logistische Lieferantenauswahl in globalen Produktionsnetzwerken. Gabler Edition Wissenschaft, Wiesbaden 2007, ISBN 9783835008588, S. 170–175. („Quantifizierung der Behälterkosten“)