Ungeziefer

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Als Ungeziefer bezeichnet man im Allgemeinen kleinere Tiere, die unerwünscht sind. Hierbei wird der Begriff häufig als Synonym für Schädlinge oder solche Tiere, die Krankheiten übertragen oder die dem Menschen lästig erscheinen (siehe Lästling), benutzt. In der Umgangssprache werden häufig auch Tiere, die unschädlich und ungefährlich sind, aber Angst oder Ekel erregen, als Ungeziefer bezeichnet. Solch ekelerregendes Ungeziefer sowie dessen Brut wird auch als Geschmeiß bezeichnet.[1][2]

Ähnlich wie Kraut und Unkraut entstand der Begriff Ungeziefer als Gegenstück zum Geziefer. Damit waren Tiere gemeint, die für ein Opfer tauglich sind.

Siehe auch

Literatur

  • Christel Sachs, Jutta Koop: Ungebetene Hausgäste : Ungeziefer vorbeugen und umweltgerecht bekämpfen, Roßdorf : Sachs-Verlag, 1994, ISBN 3-928294-00-8
  • Udo Sellenschlo, Susanne Kolls: Ungeziefer : Verhindern und natürlich bekämpfen. Schriftenreihe Gesundheit und Natur, München : Verlag Ludwig, 1996, ISBN 3-7787-3530-6
  • Katharina von Engelken, Dominik Hünniger, Steffi Windelen (Hg.): Beten, Impfen, Sammeln. Zur Viehseuchen- und Schädlingsbekämpfung in der frühen Neuzeit – Graduiertenkolleg Interdisziplinäre Umweltgeschichte, Universitätsverlag Göttingen, 2007, ISBN 3938616954 (Online lesen)

Weblinks

Wiktionary: Ungeziefer – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Geschmeiß, das. In: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. Band 2. Leipzig 1796, S. 615.
  2. Geschmeiß, das. In: duden.de.