Adolf I. (Schauenburg und Holstein)

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Adolf I. von Schauenburg und Holstein (* vor 1106; † 13. November 1130) war Edler Herr von Schauenburg und Graf von Holstein und Stormarn.

Leben

Adolf I. kann identisch mit dem 1096 vom Bischof von Minden erwähnten Adolf sein, es könnte sich dabei aber auch um den gleichnamigen Vater handeln.

Adolf I. wurde wahrscheinlich 1106 Edler Herr von Schauenburg (heute Schaumburg bei Rinteln an der mittleren Weser). 1110[1] erhielt er vom sächsischen Herzog Lothar von Süpplingenburg als Lehen die Grafschaften Holstein und Stormarn, zu denen auch Hamburg gehörte. Den wagrischen Vorgänger der Siegesburg, den Herzog Knud Lavard von Südjütland auf dem Gipfel des Alberges (der Kalkberg) im heutigen Bad Segeberg hatte erbauen lassen, ließ Adolf 1130 niederreißen.

Mit Adolf I. kamen die Schauenburger nach Nordelbien, wo sie unter seinem Sohn und seinem Enkel gleichen Namens in Wagrien ein erstes Kapitel der deutschen Ostsiedlung einleiteten.

Die Herrschaft Adolfs I. stand während seiner gesamten Regierungszeit auf äußerst schwachen Füßen, da ihm einerseits keine umfangreiche Lehnsmannschaft zur Verfügung stand und ihm andererseits der mächtige und selbstbewusste Volksadel der Gaue Holstein und Stormarn, aus dem die Overboden beider Gaue herausragten, als einheimischer Konkurrent gegenüberstand.

Ehe und Nachkommen

Mit einer Hildewa hatte er mindestens zwei Söhne und zwei Töchter

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Schauenburg/Schaumburg. In: Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt, Ortwin Pelc (Hrsg.): Schleswig-Holstein-Lexikon. 2., erweiterte und verbesserte Auflage. Wachholtz, Neumünster 2006, ISBN 3-529-02441-4.
VorgängerAmtNachfolger
Gottfried von HamburgGraf von Holstein
1111–1130
Adolf II.
?Graf von Schauenburg
1106–1130
Adolf II.