Bakary Diallo

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Bakary Diallo (* 11. November 1979 in Kati, Koulikoro Mali; † 24. Juli 2014 in Gossi, Gourma-Rharous, Region Timbuktu Mali[1]) war ein malischer Filmregisseur, Dokumentarfilmer, bildender Künstler und Drehbuchautor.[2]

Leben

Diallo studierte anfangs Literatur am Lycée Hamadoun DICKO de Sévaré in Mopti-Sévare, welches er 2000 abschloss.[3] Im Anschluss daran entschied er sich für ein Kurzstudium als Direktionsassistent am Institut Universitaire de Gestion de Bamako.[4] Dieses Studium als Direktionsassistent schloss er nach zwei Jahren 2002 erfolgreich ab und entschied sich für eine Karriere als Dokumentarfilmer. So startete Diallo 2007 mit seinem Kinematographie-Studium am renommierten Conservatoire des Arts et Métiers Multimédia Balla Fasséké Kouyaté in Bamako.[5] 2010 verließ er seine Heimat Mali und setzte das Studium im französischen Tourcoing im Département Nord am Le Fresnoy – National Studio of Contemporary Arts fort. Dort erlangte er 2010 seinen Abschluss in Kinematographie.[6] Nach seinem Abschluss lebte er bis zu seinem Tod im nordfranzösischen Roubaix.[7]

Wirken als Bildender Künstler und Filmemacher

Diallo drehte seinen ersten Dokumentarfilm 2010, als er bei dem Musik-Dokumentarfilm El Canto de los Mensajeros an der Seite von Mario Verdú als Co-Regisseur arbeitete.[8] Im selben Jahr schuf er seinen ersten eigenen Dokumentarfilm Les feuilles d'un temps, mit welchem er ein Stipendium vom Studio national d'arts contemporains in Tourcoing gewann.[9] Im selben Jahr lief die Dokumentation Les feuilles d'un temps auf dem 20 ª Semana de Cine Experimental de Madrid und wurde mit dem Metropolis-Preis gekürt.[10] 2011 wurde Diallo dann für sein Werk Dankumba mit dem Les amis du Fresnoy Preis vom Studio national d'arts contemporains geehrt.[11] Es folgten weitere Präsentationen seiner Dokumentationen; so lief 2011 sein Film Les enfants du net auf dem Festival Camera mobile in Valence und dem Rencontres africaines de la photographie 2011 in Bamako.[12] Diallo präsentierte im Anschluss sein Werk Tomo auf der Dak'art 2012 in Dakar, dem Kulturfest Afrique En Mouvement in Montreal und dem 20 ª Semana de Cine Experimental de Madrid.[13]

Tod

Diallo war am 24. Juli 2014 gemeinsam mit seinem Freund und ehemaligen Studienkollegen Lorenzo Mbiahou unterwegs nach Bobo-Dioulasso in Burkina Faso, wo er einen Dokumentarfilm über Waisenkinder drehen wollte.[14] Der gebürtige Kameruner Mbiahou assistierte ihm als Co-Regisseur bei seinem 2011 gedrehten Werk Tomo.[15] Beide kamen an diesem Tag beim Absturz des Air-Algérie-Fluges AH5017 im malischen Gossi ums Leben.[16]

Filmografie

  • 2010: El Canto de los Mensajeros (Co-Regisseur gemeinsam mit Mario Verdú)
  • 2010: The Light
  • 2011: Dankumba
  • 2011: Démocratie avec Violence
  • 2011: Les enfants du net
  • 2011: Les feuilles d'un temps
  • 2011: Manque de preuves
  • 2012: Tomo

Auszeichnungen

  • 2010: Metropolis auf dem 20 ª Semana de Cine Experimental de Madrid
  • 2011: Les amis du Fresnoy

Weblinks

Einzelnachweise