Benutzer:Hans Haase/Interaktionskosten
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Interaktionskosten sind Aufwendung und Aufwand einer Interaktion. Sie sind ein Parameter im Interaktionsdesign und treten bei Anwendern in mehreren Lebensbereichen auf:
- Wirtschaft: Bei einem Kauf sind die Interaktionskosten seine Abwicklung. Für Käufer und Verkäufer sind sie unterschiedlich hoch. Bei der Bezahlung haben Zahlungsarten unterschiedliche hohe Interaktionskosten und Transaktionskosten.[1] Erhöhte Interaktionskosten können Kunden dazu bewegen, sich für einen anderen Anbieter zu entscheiden.[2] Kunden wollen ihre Interaktionskosten mitbestimmen können.[3] Bei der Kundenarbeit wird Aufwand vom Kunde übernommen.
- Politik: Bestimmte Interaktionskosten können zu politischen Zwecken gezielt erhöht werden. Sie wirken wie eine Steuer und erschweren die betreffenden Kundenbeziehungen.[4][5][6]
- Mensch-Maschine-Schnittstelle: Im Menü zu Bedienung von grafischen Oberflächen und Programmen hat die Gestaltung des Menüs Einfluss auf die Interaktionskosten. Beim umgangssprachlich so genannten Hamburger-Menü sind diese erhöht, da die oberste Hierarchie des Menüs vom Benutzer erst auf die zweite Aktion erreicht werden kann.[7][8] Wahrnehmung, Wiederauffinden von Erlerntem und Gewohntem wirken sich positiv auf die Interaktionskosten aus, weitere Schritte negativ, deren Schwierigkeit die Ablenkung des Benutzers durch erforderlich gewordene Aktionen mit sich ziehen.
Literatur
- Klaus Lange und Frank Sippel: Verwaltungsautomation und Bürgerservice: Ansätze zur Aufhebung eines Widerspruchs, Springer, Wiesbaden 1986, ISBN 978-3-531-11850-5 doi:10.1007/978-3-663-19766-9
- Torsten Blecker: Unternehmung ohne Grenzen: Konzepte, Strategien und Gestaltungsempfehlungen …, Deutscher Universitäts-Verlag 1998, ISBN 978-3-8244-9021-9 doi:10.1007/978-3-322-95311-7 S. 272, 285
Einzelnachweise
- ↑ Gradmesser für neue Marktchancen - manager magazin. In: manager magazin. (manager-magazin.de [abgerufen am 9. April 2017]).
- ↑ Ralf Reichwald, Frank Piller: Interaktive Wertschöpfung: Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung. Springer-Verlag, 2009, ISBN 978-3-8349-9440-0 (google.de [abgerufen am 9. April 2017]).
- ↑ Ingo Pies, Martin Leschke: Mancur Olsons Logik kollektiven Handelns. Mohr Siebeck, 1997, ISBN 978-3-16-146767-7 (google.de [abgerufen am 9. April 2017]).
- ↑ Hans-Rudolf Peters: Wirtschaftspolitik. Oldenbourg, 2000, ISBN 978-3-486-25502-7 (google.de [abgerufen am 9. April 2017]).
- ↑ S. N. Chand: Public Finance. Atlantic Publishers & Dist, 2008, ISBN 978-81-269-0800-4 (google.de [abgerufen am 23. April 2018]).
- ↑ Terry Lee Anderson, Fred S. McChesney: Property Rights: Cooperation, Conflict, and Law. Princeton University Press, 2003, ISBN 0-691-09998-7 (google.de [abgerufen am 23. April 2018]).
- ↑ Ngoc Thanh Nguyen, George A. Papadopoulos, Piotr Jędrzejowicz, Bogdan Trawiński, Gottfried Vossen: Computational Collective Intelligence: 9th International Conference, ICCCI 2017, Nicosia, Cyprus, September 27-29, 2017, Proceedings. Springer, 2017, ISBN 978-3-319-67074-4 (google.de [abgerufen am 23. April 2018]).
- ↑ Interaction cost: Definition. Abgerufen am 9. April 2017.
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