Cannon Movie Tales: Hänsel und Gretel

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Film
Deutscher Titel Cannon Movie Tales: Hänsel und Gretel
Originaltitel Cannon Movie Tales: Hansel and Gretel
Produktionsland USA, Israel
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1987
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Len Talan
Drehbuch Nancy Weems
Len Talan
Produktion Yoram Globus
Menahem Golan
Musik Stephen Lawrence
Kamera Ilan Rosenberg
Schnitt Irit Raz
Besetzung

Cannon Movie Tales: Hänsel und Gretel (Cannon Movie Tales: Hansel and Gretel) ist ein Märchenfilm des amerikanischen Regisseurs Len Talan aus dem Jahr 1987. Er wurde aufwändig für die amerikanische Märchenfilmreihe „Cannon Movie Tales“ produziert.

Handlung

Seit jeher werden die nördlichen Wälder von den Dorfbewohnern gemieden. Es heißt, darin leben Monster, Geister, Ungeheuer und Hexen. Hänsel und Gretel wohnen mit ihrem Vater und ihrer Mutter in einem kleinen Häuschen, gleich am Rande dieses dunklen Waldes. Sie haben kaum was zu essen und so fristen sie ein karges Leben.

Die Mutter schickt Hänsel und Gretel Beeren suchen, als der Vater nicht im Hause ist. Sie laufen in den Wald, der immer dichter und dichter wird. Bald verschwindet das Sonnenlicht hinter den Blättern. Hänsel streut Brotkrumen auf dem Weg, damit sie den Heimweg wieder finden. Die Brotkrumen werden bald von einem hungrigen Vogel gefressen. Sie verbringen die Nacht im Wald, wo sie unheimliches Lachen hinter den Bäumen vernehmen.

Auch die Mutter, die bereits gemerkt hat, dass ihre Kinder nicht mehr nach Hause kommen, erzählt es dem Vater. Voller Verzweiflung laufen sie in den Wald um ihre Kinder zu finden. Sie rufen nach ihnen, doch der dichte Wald lässt kaum einen Laut hindurch.

Am nächsten Morgen erwachen Hänsel und Gretel. Sie gehen weiter und kommen bald an ein Haus, welches ganz aus Zucker und Naschereien gemacht ist. Voller Freude machen sie sich über diesen Zuckerberg her. Plötzlich kommt eine alte Frau aus dem Haus. Es ist die gute Großmutter Griselda, die in diesem Häuschen lebt. Sie bittet die Kinder herein und gibt ihnen reichlich zu essen. Dann bekommen beide ein Zimmer für die Nacht.

In der Nacht wird Gretel wach, hört Stimmen aus dem Keller und geht hinunter. Die alte Griselda hatte sich nur so freundlich gestellt. Sie ist eine böse Hexe, die sich von kleinen Kindern ernährt. Sie sperrt Hänsel in einen Käfig und Gretel muss ihm jeden Tag Essen kochen. Als Hänsel dann dicker geworden ist, bindet ihn die Hexe an einen Haken und will ihn in den Ofen schieben. Doch Gretel findet bald den Zauberstab der Hexe und zaubert die Hexe damit in den Ofen. Hänsel und Gretel sind wieder frei.

Kritik

„Aufwendige Verfilmung des bekannten Volksmärchens der Gebrüder Grimm, die sich auf Handlungselemente der gleichnamigen Märchenoper von Humperdinck bezieht. Zwar werden Grausamkeiten vermieden, und der Film bietet durchaus einige optische Höhepunkte, zugleich aber knüpft er allzu hausbacken an technisch und pädagogisch überholte Märchenfilm-Produktionen der 30er Jahre an. Ergötzlich (wenngleich für kleinere Kinder recht schreckhaft): Cloris Leachman als böse Hexe.“

„Cannon-Movie-Tales“-Filmreihe

Wissenswertes

  • Das Budget betrug etwa 1,500,000 CAD.
  • Um Geld zu sparen wurden oft zwei oder drei „Cannon Movie Tales“ gleichzeitig gedreht. „Hänsel und Gretel“ wurde gleichzeitig mit „Dornröschen“ gedreht.
  • Cloris Leachman hasste Zigarettenrauch und beschwerte sich, weshalb niemand mehr am Set rauchen durfte.
  • Der 12-jährige Hugh Pollard sollte in der Rolle des Hänsel den großen Bruder von Gretel darstellen, tatsächlich war jedoch seine Kollegin Nicola Stapleton ein Jahr älter als er.
  • Dies war das erste und seither einzige Mal, dass David Warner in einem Film sang.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Cannon Movie Tales: Hänsel und Gretel. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
  2. Hänsel und Gretel (1987) – IMDB Webseite der Internet Movie Database. Abgerufen am 2. April 2022.