Grundbau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Grundbau ist ein Teilgebiet des Bauingenieurwesens und auch der Geotechnik. Der Namensbestandteil Grund zielt dabei auf den Boden, als Teil der Erdkruste, ab. Die Bauaktivitäten des Grundbaus finden somit überwiegend unterhalb der Geländeoberfläche, oft im sogenannten Baugrund, statt. Im Unterschied zum Felsbau handelt es sich beim Grundbau um das Bauen in Lockergestein. Die Erdstatik liefert die Voraussetzungen, die Bodenmechanik ist die theoretische Grundlage für den Grundbau.[1]

Grundbau beschäftigt sich insbesondere mit der Planung, Berechnung, Ausführung und Sicherung von Gründungen (Fundamentierungen), Stützbauwerken, Baugruben und ähnlichen Baumaßnahmen.

Mit Der Grundbau publizierte 1887 Ludwig Nathaniel August Brennecke die erste deutschsprachige Monografie dieser Subdisziplin der Geotechnik.[2]

Die Bauaufgaben des Grundbaus lassen sich vereinfacht in fünf Gruppen unterteilen:

Das eigentliche Bauen mit Erde als Material ist der Erdbau.

Außerdem beschäftigt sich der Grundbau mit:

Die zur Herstellung der Grundbauwerke eingesetzten Konstruktionen und Bauverfahren hängen eng mit den jeweiligen Baugrundverhältnissen zusammen, so dass jede Technologie an bestimmte Einsatzgrenzen gebunden ist.

Teilgebiete und verwandte Gebiete

Einzelnachweise

  1. LKG Ingenieurbüro für Bautechnik (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elkage.de abgerufen am 2. August 2013.
  2. Achim Hettler, Karl-Eugen Kurrer: Erddruck. Ernst & Sohn, Berlin 2019, ISBN 978-3-433-03274-9, S. 301 f.