Hans Stiebner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Hans Friedrich Wilhelm Georg Stiebner (* 19. November 1898 in Vetschau/Spreewald; † 27. März 1958 in Baden-Baden) war ein deutscher Schauspieler und Theaterregisseur.

Leben

Der Apothekersohn besuchte 1919/20 die Schauspielschule Max Reinhardts in Berlin und debütierte 1920 am Braunschweiger Landestheater als Postmeister in Tagores Stück Das Postamt. 1925 wechselte er an die Hamburger Kammerspiele, wo er von Intendant Erich Ziegel auch als Regisseur eingesetzt wurde.

Ab 1933 war Stiebner als Schauspieler und Regisseur an Berliner Bühnen beschäftigt, besonders am Staatstheater, Schillertheater und Schlossparktheater. Stiebner stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.[1]

Nach Kriegsende wirkte er vor allem an der Komödie, am Kabarett der Komiker, am Theater am Nollendorfplatz und an der Tribüne.

Seit 1934 war er ein vielbeschäftigter Nebendarsteller beim deutschen Film. Der vollschlanke Schauspieler verkörperte unter anderem Kellner, Köche, Gesetzeshüter, Gauner und besonders oft Gastwirte. Zuletzt war er auch in Fernsehproduktionen zu sehen. Für den Südwestfunk arbeitete er als Hörspielregisseur. Er war in erster Ehe mit der Schauspielerin Maria Loja verheiratet, in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Veronika Letz.

Filmografie

Theater (Regie)

Hörspiele (Auswahl)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Stiebner, Hans, in: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 593