Josef Kloock

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Josef-Wilhelm Kloock (* 31. Juli 1935 in Zülpich) ist ein deutscher Ökonom und emeritierter Professor für Betriebswirtschaftslehre am Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre der Universität zu Köln.

Werdegang

Er studierte Mathematik, Physik und Betriebswirtschaftslehre ab 1956 zunächst in Göttingen, dann in Köln. Sein Diplom erwarb er 1963 in Mathematik wirtschaftswissenschaftlicher Richtung in Köln. Dort promovierte er 1967 unter Hans Münstermann mit dem Thema „Betriebswirtschaftliche Input-Output-Modelle – ein Beitrag zur Produktionstheorie“, 1970 habilitierte er sich in Regensburg unter Werner Dinkelbach. Kloock übernahm zwischen 1971 und 1972 zunächst eine Vertretungsprofessur in Hamburg, bevor er 1972 nach Köln zurückkehrte.[1] Hier blieb er bis 1994, um dann an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu wechseln. Zwischen 1997 und 2001 lehrte er wieder Betriebswirtschaftslehre in Köln, wo er nach dem Wintersemester 2000/2001 emeritiert wurde. Bis 2000 war er Gutachter bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Publikationen

Erste Veröffentlichungen waren „Betriebswirtschaftliche Input-Output-Modelle“ (1969) und „Zur gegenwärtigen Diskussion der betriebswirtschaftlichen Produktionstheorie und Kostentheorie“[2] Mit Universitätskollege Günter Sieben (und Thomas Schildbach/Carsten Homburg) verfasste er das Standardwerk „Kosten- und Leistungsrechnung“, das erstmals 1976 erschien. Unter anderem folgten „Bilanz- und Erfolgsrechnung“ (1983), Internes Rechnungswesen und Organisation aus der Sicht des Umweltschutzes ´(in: Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis 1989, S. 1 ff.), Bilanzpolitik und Maßgeblichkeitsprinzip aus handelsrechtlicher Sicht (in: Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis 1989, S. 141–158), Umweltkostenrechnung (in: Rechnungswesen und EDV 1990, S. 129 ff.), Betriebliches Rechnungswesen (1996). Bislang letzte Veröffentlichung war „Grundlagen des Rechnungswesens und der Finanzierung“ (2010).

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Nach ihm ist die von ihm 1969 entwickelte Kloock-Produktionsfunktion vom Typ D benannt.[3] Diese Produktionsfunktion vom Typ D stellt eine Weiterentwicklung der Produktionsfunktion vom Typ C dar und ist eine Verallgemeinerung, aus der sich die Produktionsfunktion vom Typ B und C als Spezialfälle ableiten lassen.

Seine weiteren wissenschaftlichen Schwerpunkte sind internes und externes Rechnungswesen, Investitions-, Kosten- und Produktionstheorie.

Privates

Josef Kloock entstammt einer Landwirt-Familie und heiratete 1964 Elisabeth Schüerhoff, aus der Ehe gingen 3 Kinder hervor. Er lebt heute in Erftstadt.[4]

Einzelnachweise

  1. Erich Meuthen: Kölner Universitätsgeschichte. Band 3, 1988, S. 107.
  2. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft. Ergänzungsheft I, 1969, S. 49–82.
  3. Josef Kloock, Zur gegenwärtigen Diskussion der betriebswirtschaftlichen Produktionstheorie und Kostentheorie, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Ergänzungsheft I, 1969, S. 49–82
  4. Walter Habel, Wer ist wer?: Das Deutsche who's who, 2003, S. 740