Klaus Große Kracht

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Klaus Große Kracht (* 1969) ist ein deutscher Historiker. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Religionsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, der Kulturgeschichte sowie auf der Theorie und Geschichte der Geschichtswissenschaft.

Leben

Von 1990 bis 1996 studierte Klaus Große Kracht Geschichtswissenschaft, Philosophie und Pädagogik an der Universität Bielefeld und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Im Jahr 2000 wurde er im Fach Geschichte an der Universität Bielefeld und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales promoviert (dt.-franz. „co-tutelle“). Von 1999 bis 2001 war Große Kracht Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Friedrich Wilhelm Graf an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität München. Von 2001 bis 2008 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam.

Seit 2008 war Klaus Große Kracht Nachwuchsgruppenleiter am Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“ der Universität Münster sowie Mentor der darin integrierten Graduiertenschule. Im Jahr 2013 habilitierte er sich im Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster.[1] Zwischenzeitlich vertrat er die Professur für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Münster und wurde 2019 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seit November 2019 arbeitet er in einem Forschungsteam der Universität Münster, das sich mit der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch Priester des Bistums Münster beschäftigt.[2]

Klaus Große Kracht ist verheiratet und hat eine Tochter. Sein Bruder ist der Sozialethiker Hermann-Josef Große Kracht.

Ehrungen

Im Jahr 2013 erhielt Klaus Große Kracht den Wuppertaler Lehrlöwen der Bergischen Universität Wuppertal, einen Preis für besonders gute Lehre.[3]

Publikationen (Auswahl)

Monographien
  • Macht und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche. Betroffene, Beschuldigte und Vertuscher im Bistum Münster seit 1945, (mit Bernhard Frings, Thomas Großbölting, Natalie Powroznik und David Rüschenschmidt), Freiburg 2022, ISBN 978-3-451-38995-5.
  • Zwischen Berlin und Paris: Bernhard Groethuysen (1880–1946). Eine intellektuelle Biographie. Max Niemeyer, Tübingen 2002.
  • Die zankende Zunft. Historische Kontroversen in Deutschland nach 1945. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005.
  • Die Stunde der Laien? Katholische Aktion in Deutschland im europäischen Kontext 1920–1960. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2016.
als Herausgeber

Weblinks

Einzelnachweise