Nina Kolleck

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Nina Kolleck (* 1981[1]) ist eine deutsche Bildungsforscherin. Von 2014 bis 2019 war sie Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Bildungsforschung und soziale Systeme an der Freien Universität Berlin.[2] Seit November 2019 ist sie Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Politische Bildung und Bildungssysteme an der Universität Leipzig.[3]

Biografie

Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst ein freiwilliges soziales Jahr in Frankreich, wo sie insbesondere mit Analphabeten in ländlichen Regionen der Normandie zusammenarbeitete. Ein Studium schloss sie 2007 an der Universität Potsdam ab. 2010 wurde sie an der Freien Universität Berlin promoviert (und ebenfalls dort habilitiert). Anschließend arbeitete sie als Leiterin einer Forschergruppe an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie der Hertie School of Governance, bevor sie 2014 dem Ruf an die Freie Universität Berlin folgte. Von 2018 bis 2019 war sie Professorin an der RWTH Aachen und seit 2019 ist sie W3-Professorin für Politische Bildung und Bildungssysteme an der Universität Leipzig. Sie hatte Gastprofessuren an der University of British Columbia in Vancouver, der University of California, Berkeley, der Hebräischen Universität Jerusalem sowie der Tel Aviv Universität inne.

Forschung

In ihren Forschungsprojekten und Publikationen setzt sie sich unter anderem mit der Frage auseinander, wie soziale Beziehungen gesellschaftliche Veränderungsprozesse bewirken. Dabei konzentriert sie sich auf Themen wie Bildungsreformen, soziale Netzwerke, Bildungsungleichheiten[4], Inklusion, Schulentwicklung, Demokratiebildung, Klimabildung, internationale Vereinbarungen und Organisationen sowie Methoden der Sozialforschung. Ihre Forschungsprojekte wurden von unterschiedlichen Drittmittelgebern, wie unter anderem der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und diversen Stiftungen gefördert.[5]

Schriften

  • Global governance, corporate responsibility und die diskursive Macht multinationaler Unternehmen. Freiwillige Initiativen der Wirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung? Nomos, Baden-Baden 2011 (Hochschulschrift; zugleich Dissertation, Freie Universität Berlin, 2010), ISBN 978-3-8329-6413-9.
  • Politische Bildung und Demokratie. Eine Einführung in Anwendungsfelder, Akteure und internationale Ansätze. utb, Opladen & Toronto, ISBN 978-3-8252-5937-2.
  • (Hrsg.-Kollektiv): Traditionen, Zukünfte und Wandel in Bildungsnetzwerken / Symposium "Zeit, Zukünfte und Wandel in Bildungsnetzwerken". Konferenzschrift, Berlin 2014 / Waxmann, Münster 2016, ISBN 978-3-8309-3362-5.
  • (Hrsg.-Kollektiv): Social Network Analysis in Educational Research and Educational Policy. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (Special Issue).
  • (Hrsg.-Kollektiv mit Klaus Hurrelmann): Bildungsreformen: Fortschritt oder Innovation?. Zeitschrift für Pädagogik.
  • (Hrsg.-Kollektiv): Auf dem Weg zu nachhaltigen Bildungslandschaften. Lokale Netzwerke erforschen und gestalten. VS/Springer Verlag, Wiesbaden, doi:10.1007/978-3-658-06978-0.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Siehe Tab "Zur Person" im Personenprofil bei der FU Berlin; abgerufen: 20. Oktober 2017
  2. DFG - GEPRIS - Professorin Dr. Nina Kolleck. Abgerufen am 9. Juli 2017.
  3. https://www.sozphil.uni-leipzig.de/cm/powi/prof-dr-nina-kolleck/ abgerufen am 6. Dezember 2019
  4. Wann bleibt man sitzen – und was bringt es? (tagesspiegel.de [abgerufen am 9. Juli 2017]).
  5. https://www.ewi-psy.fu-berlin.de/studium/preis_beste_lehre/index.html