AkzoNobel

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AkzoNobel N.V.

Rechtsform N.V. (Naamloze Vennootschap)
ISIN NL0013267909
Gründung 1994
Sitz Amsterdam, Niederlande Niederlande
Leitung Thierry Vanlancker (CEO)
Mitarbeiterzahl 32.800[1]
Umsatz 9,587 Mrd. EUR (2021)[2]
Branche Chemie, Farben, Lacke
Website www.akzonobel.com
Stand: 3. Juni 2022

AkzoNobel ist ein weltweit operierendes Großunternehmen mit Schwerpunkten in Farbenherstellung und Spezialchemie. Der Stammsitz ist in den Niederlanden. Bis 2014 war AkzoNobel gemessen am Umsatz der größte Hersteller von Farben und Lacken weltweit. Im Geschäftsjahr 2018 lag AkzoNobel auf dem dritten Rang hinter PPG Industries und Sherwin-Williams.[3]

Geschichte

In den Niederlanden wurde 1911 (in Ede) die Kunstfaserfabrik Algemeene Kunstzijde Unie N.V. (AKU) gegründet. Diese fusionierte 1969 mit dem im Jahr 1918 in Hengelo entstandenen Koninklijke Zwanenberg Organon (KZO) – der neue Konzern hieß Akzo. Im gleichen Jahr hatte KZO begonnen sich am amerikanischen Salzproduzenten International Salt zu beteiligen.

1992 wurde der griechische Farbenhersteller Vivechrom erworben.

1994 fusionierten die Unternehmen Akzo und die schwedische Firma Nobel Industries. Das Unternehmen firmiert seither als „AkzoNobel“.

1998 kaufte AkzoNobel die englische Firma Courtaulds Ltd. Ihre Produkte enthielten industrielle Farben und verschiedene Arten von Chemiefasern. Der Chemiefaserbereich wurde zusammen mit den eigenen Aktivitäten von AkzoNobel unter dem Namen Acordis an CVC Capital Partners verkauft.

Am 12. März 2007 wurde die Pharmasparte Organon für 11 Milliarden Euro an Schering-Plough verkauft.

Im August 2007 wurde mitgeteilt, dass AkzoNobel das Unternehmen ICI für rund zwölf Milliarden Euro übernehmen werde. Dieser Kauf wurde am 2. Januar 2008 abgeschlossen. Die Sparten Adhesives (Klebstoffe) und Electronic Materials der ICI wurden im April 2008 für vier Milliarden Euro an Henkel weiterverkauft. Außerdem wurde Akcros an GIL Investments abgestoßen.

Im April 2017 gab AkzoNobel bekannt, sich zur Abwehr eines Übernahmeangebots durch PPG Industries in zwei Firmen aufzuspalten. Aus den Geschäftsbereichen Paints and Coatings sowie Specialty Chemicals sollten zwei eigenständige Unternehmen entstehen. Im Oktober 2018 erfolgte der Verkauf der unter dem Namen Nouryon ausgegliederten Sparte Specialty Chemicals an Carlyle.[4]

Geschäftsbereiche

Die AkzoNobel hat zwei Hauptgeschäftsfelder:

Der regional organisierte Geschäftsbereich Dekorationsfarben konzentriert sich auf die Herstellung und Vermarktung von Konsumentenprodukten. Produkte sind Farben, Lasuren, Anstriche und Hilfsprodukte, die im privaten Haushalt Verwendung finden und auch über Baumärkte und Fachgeschäfte vertrieben werden. Marken wie Sikkens, Lasol, Dulux, Xyladecor, Molto und Moltofill stehen dabei stellvertretend für die Produktpalette.

Im Bereich Industrielle Farben und Beschichtungen werden industrielle Lacke, Farben und Beschichtungssysteme entwickelt, produziert und vermarktet. Dies umfasst die Herstellung von Produkten für die Beschichtung von Schiffen, Flugzeugen und Autos sowie von Reparatursystemen für Karosserien. Ferner gehören Produkte für die Beschichtung von Metallen, Metallverpackungen sowie von Pulverlacken zum Portfolio.

In dem im Oktober 2018 verkauften Bereich Spezialchemie wurden unterschiedliche Grund- und Spezialchemikalien hergestellt, wie z. B. Organische Peroxide, Chlor, Natronlauge, Ethylenamin, Schwefelkohlenstoff und Chemikalien für die Papierherstellung.

Deutsche Standorte

AkzoNobel-Standort in Offenbach am Main

Der Konzern betreibt in Deutschland unter anderem Standorte in Arnsberg, Hamburg, Hilden, Köln, Offenbach am Main, Oldenburg, Reutlingen und Stuttgart.

Kennzahlen

Der Gesamtumsatz im Jahr 2014 betrug 14,3 Milliarden Euro. 2018 sank der Gesamtumsatz nach der Trennung vom Chemiegeschäft auf 9,3 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2021 lag mit 9,6 Milliarden Euro in etwa auf dem gleichen Niveau.[2]

Nach dem Kauf von ICI hatte das Unternehmen im Mai 2008 rund 60.000 Mitarbeiter, Mitte 2022 wurden noch 32.800 Mitarbeiter beschäftigt.[1] Die Unternehmensanteile sind an der Amsterdamer Euronext-Börse notiert.

Weblinks

Commons: AkzoNobel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise