Andreas Friedrich Uhthoff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Andreas Friedrich Uhthoff (* 1780 in Bremen; † 16. März 1860 in Bremen-Vegesack) war Eisen-Kunstgießer in Bremen-Vegesack.

Biografie

Uhthoff erlernte den Beruf eines Kaufmanns. Er gründete 1822 in Vegesack eine Eisen-Kunstgießerei. 1842 baute er seine denkmalgeschützte Eisengießerei Uhthoff an der Uhthoffstraße 24.[1] An vielen bremischen Häusern sind seine Arbeiten, die er nach eigenen Entwürfen schuf, noch zu sehen. Dabei stellten er und später sein Sohn Gustav Öfen, Geländer, Gitter und Ähnliches her. Zu seinen Werken zählten unter anderem auch die Eisengussarbeiten für die Brüstungen und Ziergitter des Bremer Stadttheaters von 1843. In der Epoche des Nachklassizismus blühte seine Manufaktur auf, musste aber 1875 schließen.

Ehrungen

Im Uhthoffzimmer im Erdgeschoss des Heimatmuseums im Schloss Schönebeck befinden sich mehrere Ausstellungsgegenstände aus dem Werk Uhthoffs. Besonders das Relief des Evangelisten Johannes, das heilige Abendmahl in Gusseisen und ein Ofen sind beachtenswert.[2]

An seiner ehemaligen Wirkungsstätte in Vegesack ist die Uhthoffstraße nach ihm benannt.

Literatur

  • Rudolf Stein: Klassizismus und Romantik in der Baukunst Bremens. Bremen, Bd. 1 1964, Bd. 2 1965
  • Johann Focke: Die erste Eisengießerei im Bremischen Staatsgebiet. In: Jahrbuch der bremischen Sammlungen 1, 1908.

Einzelnachweise

  1. Denkmaldatenbank des LfD
  2. Kathrin Harm: Von gusseisernen Stühlen und Stövchen. In: Weser Report vom 16. Jan. 2019.