Damian Müller

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Damian Müller, 2019

Damian Müller (* 25. Oktober 1984 in Ermensee, heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Politiker (FDP). Er war von 2011 bis 2015 Luzerner Kantonsrat und ist seit 2015 Ständerat des Kantons Luzern.

Biografie

Damian Müller ist in Ermensee im Kanton Luzern aufgewachsen. Er wohnt in Hitzkirch. Er betreibt Ausdauersport, ist Mitglied des FC Nationalrates und seit 20 Jahren begeisterter Pferdesportler.[1] In seiner Freizeit wirkt er regelmässig als Speaker an Pferdesportveranstaltungen in der ganzen Schweiz mit.[2]

Beruf

Nach der kaufmännischen Lehre war Damian Müller Handelsvertreter für Skandinavien und Osteuropa in einem internationalen Unternehmen. Bis Februar 2016 arbeitete er als Betreuer von Schlüsselkunden und Leiter Verkauf Aussendienst bei der Valora Trade Switzerland in Neuendorf. Der PR-Fachmann mit eidgenössischem Fachausweis spricht fliessend Französisch und Englisch. Der Milizpolitiker arbeitet neben seinem Amt als Ständerat des Kantons Luzern in einem 40-%-Pensum als Senior Berater Public Affairs bei «die Mobiliar» – Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG.[3]

Politik

Von 2001 bis 2016 war Damian Müller im Vorstand der FDP Hitzkirch. Im Jahr 2008 wurde er im Alter von 24 Jahren zum Präsidenten der fusionierenden FDP-Ortsparteien von Hitzkirch, Sulz, Hämikon, Müswangen, Retschwil, Gelfingen und Mosen gewählt.[3] 2011 kandidierte er für den Luzerner Kantonsrat und wurde mit dem drittbesten Resultat gewählt.[3] Zwischen 2012 und 2020 nahm er Einsitz in der Geschäftsleitung der FDP.Die Liberalen Kanton Luzern.

Bei den Ständeratswahlen im Jahr 2015 erreichte Müller im zweiten Wahlgang eine Stimmenanzahl von 51'550.[4] Damit gelang ihm mit 31 Jahren als jüngstem Mitglied der Einzug in den Ständerat.[5] Am 20. Oktober 2019 gelang ihm mit 65'784 Stimmen im ersten Wahlgang auf Anhieb die Wiederwahl in den Ständerat.[5] Dies bedeutete einen Abstand von über 10'000 Stimmen zum zweiten Platz und das Erreichen des absoluten Mehrs als einziger Kandidat.[6][7]

Damian Müller vertritt in der laufenden 51. Legislaturperiode der Schweizer Bundesversammlung den Kanton Luzern als Mitglied der FDP in folgenden Kommissionen:[8]

  • Aussenpolitische Kommission (APK-S)
  • Delegation EFTA / Europäisches Parlament
  • Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK-S)
  • Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-S)
  • Staatspolitische Kommission des Ständerates
  • Legislaturplanungskommission (LPK) 2019–2023

Weitere Tätigkeiten

Als Vizepräsident der Pro Senectute des Kantons Luzern setzt sich Damian Müller ein für das selbstklärte Ziel der «Generationensolidarität».[9] Weiter ist er Präsident des Forums Gesundheit Schweiz und OK-Präsident des slowUp Seetal. Er engagiert sich als Präsident des Forums «Luzern diskutiert» für die jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe mit hochkarätigen Rednerinnen und Rednern, die eine «zeitgemässe Diskussionsplattform» im Kanton Luzern unterhält.[10] Er ist zudem als Sprecher und Moderator an Sport- und Politikanlässen in der ganzen Schweiz unterwegs.

Als Präsident des Schweizerischen Pferdesportverbandes und Co-Präsident der «Parlamentarischen Gruppe Pferd» engagiert sich Müller stark für die Interessen des Pferdes und des Pferdesportes auf nationaler Ebene.[2]

Ende 2020 wurde Damian Müller in den Verwaltungsrat des Sozialversicherungszentrums Wirtschaft Arbeit Soziales (WAS) gewählt.[11] Weiter ist er Verwaltungsrat beim Medienunternehmen SWS Medien AG in Willisau.[8] Zudem präsidiert er die Vereinigung Schweizer Futtermittelfabrikanten.[8]

Positionen

Zu den Kernthemen von Müllers Engagement gehören unter anderem die Sozialversicherungen. Mit zahlreichen Vorstössen setzt er sich insbesondere für eine nachhaltige Reform der AHV und des BVG ein.[12] Er wurde 2020 insbesondere als Verfechter der Totalrevision des CO2-Gesetzes in den Medien zitiert.[13][14] Er machte sich stark dafür, auch innerhalb der FDP das Bewusstsein für die Vereinbarung von liberalen Grundsätzen mit dem Umweltschutz zu fördern.[15] So setzt er sich unter anderem für ein Mobility Pricing ein sowie für eine bessere Kommunikation zwischen Bund und Kantonen in Bezug auf geförderte Gebäudeeffizienz.[15]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Tama Vakeesan, Annie Strahm: FC Nationalrat gewinnt 2:0 gegen FC Kantonsrat Luzern. In: Nau. 14. März 2018, abgerufen am 14. Januar 2021.
  2. a b Matthias Gräub: Der liberale Umweltfreund. In: Tierwelt. Nr. 28, 9. Juni 2020, S. 18–19.
  3. a b c Über mich. Website von Damian Müller, abgerufen am 4. Oktober 2021.
  4. Kanton Luzern: Sitzverteilung. Ständeratswahlen 2015, 2. Wahlgang. In: wahlen.lu.ch. 15. November 2015, abgerufen am 14. Januar 2021.
  5. a b Yasmin Kunz: Der Luzerner FDP-Ständerat Damian Müller ist weiter im Höhenflug. In: Luzerner Zeitung. 24. Oktober 2019, abgerufen am 14. Januar 2021.
  6. Damian Müller als Luzerner Ständerat wiedergewählt. In: Pilatus Today. 20. Oktober 2019, abgerufen am 14. Januar 2021.
  7. Jubel bei der FDP: Damian Müller im ersten Wahlgang als Luzerner Ständerat gewählt. In: Zofinger Tagblatt. 20. Oktober 2019, abgerufen am 14. Januar 2021.
  8. a b c Damian Müller. Interessenbindungen. Bundesversammlung, abgerufen am 14. Januar 2021.
  9. Engagement. Wofür ich mich einsetze. Website von Damian Müller, abgerufen am 14. Januar 2021.
  10. Persönliches Engagement. Damian Müller. Website von «Luzern diskutiert», abgerufen am 17. März 2022.
  11. Sozialversicherungszentrum WAS Wirtschaft Arbeit Soziales: Verwaltungsrat neu gewählt. In: news.lu.ch. 11. November 2020, abgerufen am 14. Januar 2021.
  12. Interpellationen und Motion von Damian Müller. In: Curia Vista. Abgerufen am 4. Oktober 2021.
  13. Braucht es statt der Benzin- die Mobilitäts-Steuer? In: Blick. 22. Oktober 2020, abgerufen am 14. Januar 2021 (in Kooperation mit Swiss Climate Challenge).
  14. Lukas Nussbaumer: Damian Müller: «Ich will CO2-schädliche Leerläufe abstellen». In: Luzerner Zeitung. 14. Juli 2019, abgerufen am 17. März 2022.
  15. a b Warum Damian Müller die FDP grüner gemacht hat. In: zentralplus. 11. September 2019, abgerufen am 14. Januar 2021.