Friedrich-Wilhelm von Sell

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Friedrich-Wilhelm Freiherr von Sell (* 23. Januar 1926 in Potsdam; † 20. Oktober 2014 in Berlin) war Intendant des WDR und ORB.

Werdegang

Der Sohn des Offiziers Ulrich von Sell beendete seine Schullaufbahn an der Schule Schloss Salem 1944 mit dem Abitur. Danach wurde er noch zur Wehrmacht eingezogen und befand sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis 1946 in britischer Kriegsgefangenschaft.

Anschließend studierte er Rechtswissenschaften und Philosophie an der Universität Erlangen und der FU Berlin, seine juristischen Staatsexamen legte er 1950 und 1955 in Berlin ab. Nach seiner Tätigkeit als Verwaltungsdirektor und Justitiar beim SFB und Deutschlandfunk war er ab August 1960 Prokurist sowie Syndikus der Deutschen Kreditsicherungs-KG und bei der Treuhandverwaltung für das Deutsch-Niederländische Finanzabkommen GmbH (Tredefina). Ab 1971 fungierte er als Verwaltungs- und Finanzdirektor des Westdeutschen Rundfunks und führte eine Organisations- und Buchhaltungsreform ein, um Sensibilität gegenüber ökonomischen Prinzipien in den Programmdirektionen zu entwickeln.[1] Ab 1976 war er neun Jahre WDR-Intendant, 1978 und 1979 ARD-Vorsitzender. In dieser Zeit war er maßgeblich für die Regionalisierung des WDR verantwortlich. Ab 1985 arbeitete er wieder als Rechtsanwalt in Köln und Bonn, 1991 war er Gründungsintendant des ORB.

Friedrich-Wilhelm von Sell war verheiratet mit Barbara „Barra“ von Sell geborene Meller.

Kinder

Ehrungen

Friedrich-Wilhelm von Sell wurde am 12. Dezember 1986 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.[2]

Schriften

  • Friedrich-Wilhelm von Sell: Mehr Öffentlichkeit! Erinnerungen. Zu Klampen Verlag, Springe 2006, ISBN 3-934920-89-6.

Literatur

  • Friedrich-Wilhelm Freiherr von Sell, in: Internationales Biographisches Archiv 44/1991 vom 21. Oktober 1991, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks

Einzelnachweise