Cadillac Cimarron

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Cadillac
Cadillac Cimarron (1982–1984)
Cadillac Cimarron (1982–1984)
Cimarron
Produktionszeitraum: 1982–1988
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
1,8–2,8 Liter
(65–93 kW)
Länge: 4515 mm
Breite: 1651 mm
Höhe: 1323 mm
Radstand: 2570 mm
Leergewicht: 1139–1248 kg
Cadillac Cimarron (1986–1988)
Heckansicht

Der Cadillac Cimarron ist ein von Anfang 1982 bis Sommer 1988 produziertes Fahrzeug des amerikanischen Automobilherstellers Cadillac. Der Cimarron war Teil von General Motors J-Car-Familie, zu der in Deutschland der Opel Ascona C gehörte, und basierte auf dem Chevrolet Cavalier.

Modellgeschichte

Anfang der 1980er Jahre verlor Cadillac massiv Kunden an Marken, die kleinere Premiumfahrzeuge anboten, insbesondere BMW und Mercedes. Aufgrund der kurzen Zeit bis zur avisierten Markteinführung wurde lediglich ein Chevrolet Cavalier modifiziert, insbesondere an der Front. Vom Cavalier stammte auch der 1,8-Liter mit 65 kW (89 PS), der in Verbindung mit der langen Achsübersetzung (3,65:1) für nur mäßige Fahrleistungen sorgte, insbesondere in Kombination mit der Dreistufenautomatik, die auf Wunsch das Viergang-Schaltgetriebe ersetzte. Der Cimarron war der erste Cadillac mit Vierzylindermotor seit 1914 und der erste mit serienmäßigem Schaltgetriebe seit 1953. Der Grundpreis lag anfangs bei 12.181 US-Dollar (und entsprach damit etwa dem eines Cavalier mit entsprechender Ausstattung). Serienmäßig waren unter anderem eine Klimaanlage, Aluminiumräder mit Breitreifen, Ledersitze mit Lordosenstütze, ein Stereoradio und weitere Extras. Die Presse war geteilter Meinung zum Cimarron. Sie lobte zwar, dass Cadillac gewohnte Bahnen verlasse, nahm aber am Preis und vor allem den schwachen Fahrleistungen Anstoß.

Folgende Änderungen wurden in der Produktionszeit durchgeführt:

1983: An die Stelle des 1,8-Liters samt Vierganggetriebe treten ein Zweiliter-Vierzylinder (65 kW/89 PS) mit Einspritzanlage und einem Fünfganggetriebe, um die Fahrleistungen zu verbessern. Die Operation gelingt nur teilweise. Sondermodell Cimarron d’Oro mit schwarzer Lackierung und goldfarbenen Akzenten.

1984: Leicht geänderter Kühlergrill, Cimarron d’Oro weiterhin im Programm. Ansonsten keine Änderungen.

1985: Gegen Aufpreis gibt es ab Anfang 1985 den 2,8-Liter-V6 von Chevrolet mit 93 kW (127 PS) auch im Cimarron, der Zweiliter bleibt aber im Angebot. Zugleich wird die Frontpartie überarbeitet.

1986: Neue Heckpartie mit seitlich herumgezogenen Leuchten, auf Wunsch Bilstein-Sportfahrwerk (Serie beim V6) und digitale Instrumente. Cimarron d’Oro mit breiten Rechteckscheinwerfern, Basismodell weiterhin mit den kleinen rechteckigen Doppelscheinwerfern.

1987: Entfall des Vierzylinders, der V6 mit Fünfganggetriebe ist jetzt serienmäßig, ebenso Rechteck-Breitbandscheinwerfer. Entfall des Cimarron d’Oro.

1988: Detailänderungen technischer Art. Die Produktion läuft mit dem Ende des Modelljahres aus.

Produzierte Fahrzeuge

1982: 25.968

1983: 19.194

1984: 21.898

1985: 19.890

1986: 24.534

1987: 14.561

1988: 6.454

Insgesamt wurden 132.499 Exemplare hergestellt.

Quellen

  • James M. Flammang, Ron Kowalke: Standard Catalog of American Cars 1976–1999. Kraus Publications, Iola 1999.

Weblinks

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