Weidendorf (Bechhofen)

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Weidendorf
Markt Bechhofen
Koordinaten: 49° 11′ 34″ N, 10° 34′ 12″ O
Höhe: 422 m ü. NHN
Einwohner: 91 (31. Dez. 2017)[1]
Postleitzahl: 91572
Vorwahl: 09822
Feldkreuz an der Straße nach Thann

Weidendorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Bechhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).

Geografie

Das Dorf liegt am rechten Ufer der Altmühl. Im Westen steigt das Gelände leicht an. Dort befinden sich die Stockäcker. Die Kreisstraße AN 55 führt nach Thann (2 km nordwestlich) bzw. nach Großenried zur Staatsstraße 2221 (1 km südöstlich).[2]

Geschichte

Im Jahre 1398 erhielt das Kloster Heilsbronn dort fünf Güter durch Tausch mit Burkhard von Wolmarshausen, dem man dafür Güter in Burkelbach bei Crailsheim gab.[3]

Weidendorf lag im Fraischbezirk des eichstättischen Oberamtes Wahrberg-Herrieden. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Rittergut Thann der Herren von Crailsheim aus. Grundherren waren das Rittergut Thann, Brandenburg-Ansbach und das eichstättische Kastenamt Herrieden (zwei Anwesen).[4]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jh.) wurde Weidendorf dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Großenried zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Weidendorf am 1. Juli 1971 nach Bechhofen eingemeindet.

Baudenkmäler

  • Wegkreuz, gusseiserner Kruzifixus, auf Sandsteinsockel, Mitte 19. Jahrhundert; am Ortsausgang nach Großenried.
  • Wegkapelle, kleiner massiver Satteldachbau, um 1925/30; mit Ausstattung; am Ortsausgang nach Thann.

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002001 002011 002017
Einwohner 67 69 70 71 93 69 81 115 106 97 79 89 89 91
Häuser[5] 16 16 16 16 15 16 17 22
Quelle [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [1]

Religion

Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Laurentius (Großenried) gepfarrt, die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession gehören zur Kirchengemeinde St. Peter (Thann).

Literatur

Weblinks

Commons: Weidendorf (Bechhofen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Halbjahresstatistik 31.12.2017.pdf auf der Website markt-bechhofen.de
  2. Weidendorf im BayernAtlas. Sämtliche Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.
  3. G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 520.
  4. J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 119.
  5. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“.
  6. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 100 (Digitalisat).
  7. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 158 (Digitalisat).
  8. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1024, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  9. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1189, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  10. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1120 (Digitalisat).
  11. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1187–1188 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1225 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1055 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 775 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 168 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 324 (Digitalisat).
  17. Arbeitskreis Buch des Marktes Bechhofen (Hrsg.): Bechhofen. 650 Jahre Marktrecht. Bechhofen 2001, S. 192.