Verny
Verny | ||
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Wappen von Verny | ||
Staat | Frankreich | |
Region | Grand Est | |
Département (Nr.) | Moselle (57) | |
Arrondissement | Metz | |
Kanton | Faulquemont | |
Gemeindeverband | Sud Messin | |
Koordinaten | 49° 0′ N, 6° 12′ O | |
Höhe | 172–246 m | |
Fläche | 3,9 km² | |
Einwohner | 1.953 (1. Januar 2019) | |
Bevölkerungsdichte | 501 Einw./km² | |
Postleitzahl | 57420 | |
INSEE-Code | 57708 |
Verny ist eine französische Gemeinde mit 1953 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Metz und war bis 2015 Hauptort (chef-lieu) des gleichnamigen Kantons.
Geographie
Die Ortschaft liegt in Lothringen, etwa 14 Kilometer südlich der Stadt Metz.
Geschichte
Der Ort wurde 914 erstmals als Verniacum erwähnt. Er war im Mittelalter Besitz der Bischöfe von Metz.[1]
Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Landkreis Metz im neu gebildeten Department Mosel, Bezirk Lothringen, im Reichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Wein-, Obst- und Gemüsebau.[1] Verny war Kantonshauptort.
Zwischen 1904 und 1910 wurde am Nordrand der Gemeinde als Teil des militärischen Festungsgürtels um Metz herum die Feste Wagner (heute Fort de Verny) errichtet. Sie enthielt vier Infanterieblöcke mit bis zu drei Reihen unterirdischer Kasematten, drei Geschützbatterien mit drehbaren hochkalibrigen Panzertürmen und rund 15 gepanzerte Beobachtungsstände.
Ehemaliges Gleisbett der Festung Wagner
Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Das Departement Mosel blieb in seinen geographischen Ausmaßen erhalten, wurde jedoch in Département Moselle umbenannt. Im Zweiten Weltkrieg war Verny von den Deutschen besetzt, die im November 1940 einen Großteil der Einwohner auswiesen; 1944 wurde der Ort von im Bündnis mit der Sowjetunion kämpfenden US-amerikanischen Truppen eingenommen und dabei schwer zerstört.
1915 wurde der Ort in Werningen umbenannt.
Demographie
Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten WeLtkriegs | ||||||||
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Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2017 |
Einwohner | 238 | 257 | 1.216 | 1.467 | 1.434 | 1.502 | 1.900 | 1.950 |
Literatur
- Verny, Landkreis Metz, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Verny (books.google.de).
- Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 297 (google.books.de).
- C. Stockert, Das Reichsland Elsaß-Lothringen. Geographischer Leitfaden für die Höheren Lehranstalten, Friedrich Bull, Straßburg 1873, S. 65 (books.google.de).
- Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 96 (books.google.de).
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 297 (books.google.de).